Besoldungstabelle Polizei Bayern 2026: Gehalt nach Dienstgrad

Grundgehalt, Erfahrungsstufen und Polizeizulage im Freistaat Bayern – kompakt für den Polizeivollzugsdienst aufbereitet.

Wie viel verdient man bei der Bayerischen Polizei? Die Antwort steht in der Besoldungstabelle Bayern. Als Landesbeamtinnen und -beamte werden Polizistinnen und Polizisten in Bayern nicht nach Tarif, sondern nach dem Bayerischen Besoldungsgesetz (BayBesG) bezahlt. Maßgeblich ist die Besoldungsordnung A mit den Grundgehaltssätzen von A7 bis A13. Auf dieser Seite finden Sie die aktuellen Werte für 2026, die Struktur der Erfahrungsstufen sowie die Zulagen, die das Polizeigehalt spürbar erhöhen.

Besoldung der Polizei in Bayern

Das Gehalt eines bayerischen Polizisten setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: dem Grundgehalt nach Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe, der Polizeizulage, dem Familienzuschlag (bei Verheirateten und mit Kindern) sowie einer jährlichen Sonderzahlung. Die Besoldungsgruppe richtet sich nach dem Amt und der Qualifikationsebene (QE).

Wie Einstellung, Krankenversicherung und Alltag im Landesdienst aussehen, beschreibt die Seite Polizist in Bayern; wie sich Grundgehalt, Zulagen und Netto bundesweit zusammensetzen, der Überblick Polizei Gehalt im Überblick.

Bayern gliedert die Polizeilaufbahn in drei Ebenen: Der mittlere Dienst (2. QE) umfasst die Gruppen A7 bis A9, der gehobene Dienst (3. QE) reicht von A9 bis A13, und der höhere Dienst (4. QE) beginnt bei A13. Der große Teil des Nachwuchses steigt heute im gehobenen Dienst ein. Innerhalb jeder Besoldungsgruppe steigt das Grundgehalt automatisch mit der Dienstzeit über die sogenannten Erfahrungsstufen – in Bayern bis zu elf Stufen. Der Aufstieg erfolgt in festgelegten Zeitabständen, bei besonderer Leistung auch schneller.

Polizei Bayern: 50 % Beihilfe, den Rest sicherst du ab

Freie Heilfürsorge gibt es bei der bayerischen Polizei vor allem während der Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei und in deren Einsatzstufen. Im Einzeldienst bist du beihilfeberechtigt: Der Freistaat erstattet 50 % deiner Krankheitskosten, ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern 70 %. Die übrigen Kosten sicherst du selbst ab. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einer kostenlosen Erstinformation zum Wechsel in die Beihilfe.

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Besoldungstabelle A7 bis A13 (2026)

Die folgende Tabelle zeigt das monatliche Grundgehalt der für die Polizei wichtigen Besoldungsgruppen – jeweils in der Einstiegsstufe und in der Endstufe (Höchststufe). Die Werte entsprechen der seit dem 1. Februar 2025 gültigen Fassung, die bis zum 30. September 2026 in Kraft bleibt.

Worauf diese Tabelle beruht
Bayerisches Besoldungsgesetz, Anlage 3, Stand 1. Februar 2025 — die bis zum 30. September 2026 gezahlten Grundgehaltssätze.

Was sich ändert
Zum 1. Oktober 2026 steigen die Grundgehaltssätze um 2,82 Prozent. Grundlage ist bisher nur der Gesetzentwurf der Staatsregierung (Drucksache 19/12912 vom 15. Juli 2026); der Landtag hat ihn am 22. Juli 2026 in Erster Lesung an die Ausschüsse überwiesen; ein Beschluss des Landtags steht aus (Stand: 30. September 2026). Das Landesamt für Finanzen wendet die neuen Beträge ab 1. Oktober 2026 im Vorgriff auf den Gesetzesbeschluss an — vorbehaltlich der Verabschiedung. Die Vorgriffswerte stehen in der zweiten Tabelle unten. Weitere Schritte laut Entwurf: +2,0 Prozent zum 1. September 2027 und +1,0 Prozent zum 1. Januar 2028.

Rechtsstand geprüft am 30. September 2026. Maßgeblich ist stets die amtliche Besoldungstabelle des Dienstherrn.

Besoldungsgruppe Amt (Beispiel) Grundgehalt Einstiegsstufe Grundgehalt Endstufe
A 7 Polizeimeister/-in (PM), mittlerer Dienst 3.074,21 EUR 3.615,26 EUR
A 8 Polizeiobermeister/-in (POM) 3.150,76 EUR 3.903,25 EUR
A 9 Polizeihauptmeister/-in (PHM) / Polizeikommissar/-in (PK) 3.294,99 EUR 4.108,12 EUR
A 10 Polizeioberkommissar/-in (POK) 3.537,12 EUR 4.572,23 EUR
A 11 Polizeihauptkommissar/-in (PHK) 4.045,29 EUR 5.069,49 EUR
A 12 Polizeihauptkommissar/-in (PHK, A12) 4.527,30 EUR 5.571,28 EUR
A 13 Erste/-r Polizeihauptkommissar/-in (EPHK) / Polizeirat/-rätin 5.247,58 EUR 6.168,25 EUR

Stand 2026, Angaben ohne Gewähr – maßgeblich ist die amtliche Besoldungstabelle des Freistaats Bayern (BayBesG). Quelle: Bayerisches Landesamt für Finanzen bzw. BayBesG, Anlage 3 (Grundgehaltssätze der Besoldungsordnung A). Rechtsstand: gültig bis 30. September 2026. Quelle: Landesamt für Finanzen Bayern — Besoldungstabellen. Stand: September 2026. Die Vorgriffswerte ab 1. Oktober 2026 stehen in der Tabelle darunter.

Grundgehalt ab 1. Oktober 2026 — Vorgriffswerte (vorbehaltlich Gesetzesbeschluss)

Ab dem 1. Oktober 2026 zahlt das Landesamt für Finanzen die um 2,82 Prozent angehobenen Grundgehaltssätze im Vorgriff auf den Gesetzesbeschluss aus. Rechtlich beruhen diese Werte bisher nur auf dem Gesetzentwurf der Staatsregierung (Drucksache 19/12912); sie stehen unter dem Vorbehalt, dass der Landtag das Gesetz so verabschiedet.

Besoldungsgruppe Amt (Beispiel) Einstiegsstufe ab 01.10.2026 Endstufe ab 01.10.2026
A 7 Polizeimeister/-in (PM), mittlerer Dienst 3.160,90 EUR (St. 2) 3.717,21 EUR (St. 9)
A 8 Polizeiobermeister/-in (POM) 3.239,61 EUR (St. 2) 4.013,32 EUR (St. 10)
A 9 Polizeihauptmeister/-in (PHM) / Polizeikommissar/-in (PK) 3.387,91 EUR (St. 2) 4.223,97 EUR (St. 10)
A 10 Polizeioberkommissar/-in (POK) 3.636,87 EUR (St. 2) 4.701,17 EUR (St. 10)
A 11 Polizeihauptkommissar/-in (PHK) 4.159,37 EUR (St. 3) 5.212,45 EUR (St. 11)
A 12 Polizeihauptkommissar/-in (PHK, A12) 4.654,97 EUR (St. 4) 5.728,39 EUR (St. 11)
A 13 Erste/-r Polizeihauptkommissar/-in (EPHK) / Polizeirat/-rätin 5.395,56 EUR (St. 5) 6.342,19 EUR (St. 11)

Vorgriffswerte, nicht verkündet — Stand: September 2026. Quelle: Landesamt für Finanzen Bayern, Besoldungstabellen (Anlage 3 gültig ab 1. Oktober 2026); Bayerischer Landtag, Drucksache 19/12912.

Polizeizulage und Netto

Zum Grundgehalt kommt für Vollzugsbeamtinnen und -beamte die Polizeizulage hinzu – eine Stellenzulage nach Art. 34 BayBesG in Verbindung mit Anlage 4. Sie beträgt nach einem Dienstjahr 93,11 Euro und nach zwei Dienstjahren 186,27 Euro monatlich (Stand 1. Februar 2025). Ab 1. Oktober 2026 zahlt das Landesamt für Finanzen im Vorgriff 95,74 bzw. 191,52 Euro – vorbehaltlich der Verabschiedung des Gesetzes (Drs. 19/12912). Verheiratete und Beamte mit Kindern erhalten zusätzlich den Familienzuschlag, der je nach Kinderzahl mehrere Hundert Euro ausmachen kann.

Wichtig für die Einordnung: Die Besoldung ist ein Bruttowert. Wie viel netto übrig bleibt, hängt stark vom Einzelfall ab. Beamtinnen und Beamte zahlen keine Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und gesetzlichen Krankenversicherung, sondern sind privat und über die Beihilfe abgesichert. Dadurch fällt das Netto im Verhältnis zum Brutto oft höher aus als bei Angestellten – abzuziehen sind vor allem Lohnsteuer, gegebenenfalls Kirchensteuer und der Eigenanteil zur privaten Krankenversicherung. Eine pauschale Netto-Angabe ist deshalb nicht seriös möglich; nutzen Sie für eine individuelle Schätzung einen Besoldungsrechner für Bayern.

Dienstgrade und Besoldung bei der Polizei Bayern

Besoldungsgruppe und Dienstgrad hängen eng zusammen: Ein Polizeimeister wird in A7 geführt, ein Polizeihauptkommissar in A11 oder A12, ein Erster Polizeihauptkommissar in A13. Welcher Dienstgrad zu welchem Amt gehört und wie die Laufbahn aufgebaut ist, erklärt unsere Übersicht der Polizei-Dienstgrade.

Die Eingangsämter sind A 7 für die 2. Qualifikationsebene (Polizeimeister/-in) und A 9 für die 3. Qualifikationsebene (Polizeikommissar/-in nach dem Studium). In A 9 stehen damit zwei Ämter nebeneinander: Polizeihauptmeister/-in als Endamt der 2. QE – in herausgehobenen Funktionen mit Amtszulage – und Polizeikommissar/-in als Einstieg der 3. QE. Bei der Kriminalpolizei heißen die Ämter entsprechend Kriminalmeister/-in, Kriminalobermeister/-in, Kriminalhauptmeister/-in, Kriminalkommissar/-in bis Erste/r Kriminalhauptkommissar/-in (A 13).

Quellen: Bayerische Besoldungsordnung A (Anlage 1 BayBesG); Glossar der Bayerischen Polizei.

Praxisbeispiel: Eine Polizeikommissarin startet nach dem Studium im gehobenen Dienst in Besoldungsgruppe A9 mit rund 3.295 Euro Grundgehalt in der Einstiegsstufe. Hinzu kommen die Polizeizulage von rund 186 Euro sowie – wenn verheiratet – der Familienzuschlag. Nach einigen Jahren erreicht sie die nächste Erfahrungsstufe, später die Beförderung nach A10 (Polizeioberkommissarin) mit einer Einstiegsstufe von rund 3.537 Euro. In der Endstufe der Besoldungsgruppe A11 sind bereits über 5.000 Euro Grundgehalt monatlich möglich – vor Zulagen und Sonderzahlung. So wächst das Polizeigehalt in Bayern über die Laufbahn deutlich an.

Warum diese Zahlen über die Dienstzeit hinaus zählen: Das Ruhegehalt bemisst sich nach den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen der letzten Jahre — die Tabelle oben ist damit auch die Grundlage der späteren Pension. Zulagen zählen dabei nur mit, soweit sie ausdrücklich ruhegehaltfähig sind. Wie sich daraus das Ruhegehalt errechnet, steht unter Pension für Polizeibeamte; was bei vorzeitigem Ausscheiden bleibt, unter Dienstunfähigkeit.

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Polizist in Bayern nach der Besoldungstabelle?

Das hängt von Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe ab. Im mittleren Polizeivollzugsdienst startet die Besoldungsgruppe A7 (Polizeimeister/-in) bei rund 3.074 Euro Grundgehalt monatlich. Im gehobenen Dienst liegen A9 bis A11 zwischen etwa 3.295 und 5.070 Euro, in der Endstufe A13 sind es rund 6.168 Euro. Hinzu kommen die Polizeizulage, der Familienzuschlag und die jährliche Sonderzahlung.

Was ist die Polizeizulage in Bayern und wie hoch ist sie?

Die Polizeizulage ist eine Stellenzulage für Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte nach Art. 34 BayBesG in Verbindung mit Anlage 4. Sie beträgt nach einem Dienstjahr 93,11 Euro und nach zwei Dienstjahren 186,27 Euro monatlich; ab 1. Oktober 2026 zahlt das Landesamt für Finanzen im Vorgriff 95,74 bzw. 191,52 Euro, vorbehaltlich der Verabschiedung des Gesetzes. Die genaue Höhe ergibt sich aus dem BayBesG in der jeweils gültigen Fassung. Ruhegehaltfähig ist die Polizeizulage in Bayern, wenn sie bei Eintritt in den Ruhestand zusteht; eine Mindestbezugsdauer gibt es nicht (Art. 12 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BayBeamtVG).

Wann steigt die Besoldung in Bayern 2026?

Zum 1. Oktober 2026 steigen die Grundgehaltssätze um 2,82 Prozent. Das Gesetz dazu (Drucksache 19/12912) ist noch nicht beschlossen; das Landesamt für Finanzen zahlt die neuen Beträge ab Oktober 2026 im Vorgriff und unter Vorbehalt aus. Weitere Schritte laut Entwurf: +2,0 Prozent zum 1. September 2027 und +1,0 Prozent zum 1. Januar 2028. Bis zum 30. September 2026 gilt die seit 1. Februar 2025 gültige Tabelle.

In welche Besoldungsgruppe komme ich als Polizist in Bayern?

In Bayern richtet sich die Einstufung nach der Qualifikationsebene (QE). Der mittlere Dienst (2. QE) umfasst die Gruppen A7 bis A9, der gehobene Dienst (3. QE) reicht von A9 bis A13 und der höhere Dienst (4. QE) beginnt bei A13. Der Aufstieg innerhalb einer Gruppe erfolgt zusätzlich über die Erfahrungsstufen.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Die Grundgehaltssätze auf dieser Seite stammen aus dem Besoldungsgesetz des Dienstherrn beziehungsweise den Tabellen des zuständigen Landesamts; Vergleichsportale wurden nicht als Quelle verwendet. Rechtsstand geprüft: September 2026.

Was vom Gehalt bleibt, wenn der Dienst endet

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