Besoldungstabelle Polizei NRW 2026: Gehalt nach Dienstgrad

Grundgehälter der Besoldungsordnung A, Erfahrungsstufen und Polizeizulage — kompakt für den Polizeidienst in Nordrhein-Westfalen erklärt.

Wie viel verdient man bei der Polizei in NRW? Das Gehalt richtet sich nach der Landesbesoldung, geregelt im Landesbesoldungsgesetz Nordrhein-Westfalen (LBesG NRW). Entscheidend sind die Besoldungsgruppe (A7 bis A13 im Vollzugsdienst) und die Erfahrungsstufe, die mit den Dienstjahren steigt. Diese Seite fasst die Besoldungstabelle Polizei NRW 2026 zusammen und erklärt Polizeizulage, Netto und die Einordnung nach Dienstgrad.

Besoldung der Polizei in NRW

Die rund 260.000 Landesbeamtinnen und -beamten in NRW — darunter die Polizeivollzugsbeamten — werden nach der Besoldungsordnung A vergütet. Das Grundgehalt bildet den größten Teil des Einkommens. Es hängt von zwei Faktoren ab: der Besoldungsgruppe (Amt und Laufbahn) und der Erfahrungsstufe, die innerhalb einer Gruppe mit der Dienstzeit ansteigt.

Wie Einstellung, Krankenversicherung und Alltag im Landesdienst aussehen, beschreibt die Seite Polizist in NRW; wie sich Grundgehalt, Zulagen und Netto bundesweit zusammensetzen, der Überblick Polizei Gehalt im Überblick.

Eine Besonderheit: NRW hat den mittleren Polizeidienst abgeschafft. Neue Bewerberinnen und Bewerber steigen heute über ein duales Studium direkt in den gehobenen Dienst ab A9 (Polizeikommissar/in) ein. Die Gruppen A7 und A8 finden sich vor allem noch bei Bestandsbeamten aus dem früheren mittleren Dienst. Über Beförderungen und Erfahrungsstufen reicht die Laufbahn bis A12/A13 und im höheren Dienst darüber hinaus.

Zum 1. April 2026 steigen die Grundgehälter linear um 3,36 Prozent (mindestens 100 Euro). Zwei weitere Stufen folgen 2027 (plus 2 Prozent) und 2028 (plus 1 Prozent). Familienzuschläge und Amtszulagen werden 2026 um 2,8 Prozent erhöht.

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Besoldungstabelle A7–A13 (NRW 2026)

Die folgende Übersicht zeigt für die Besoldungsgruppen A7 bis A13 das monatliche Grundgehalt in der Eingangsstufe und in der höchsten Erfahrungsstufe — gerundet und als Orientierung. Grundlage ist die zum 1. April 2026 angepasste Besoldungstabelle NRW (vorläufig/Prognose auf Basis des übertragenen Tarifergebnisses).

Worauf diese Tabelle beruht
Landesbesoldungsordnung A Nordrhein-Westfalen, Stand 1. April 2026.

Was sich ändert
Weitere Anpassungen sind für den 1. März 2027 (+2,0 Prozent) und den 1. Januar 2028 (+1,0 Prozent) vorgesehen.

Rechtsstand geprüft am 7. September 2026. Maßgeblich ist stets die amtliche Besoldungstabelle des Dienstherrn.

Besoldungsgruppe Funktion (Beispiel) Eingangsstufe Höchste Stufe
A7 früherer mittlerer Dienst (Bestand) 3.215,64 € 3.793,02 €
A8 früherer mittlerer Dienst (Bestand) 3.297,34 € 4.100,31 €
A9 Polizeikommissar/in (Einstieg gehobener Dienst) 3.438,22 € 4.295,45 €
A10 Polizeioberkommissar/in 3.693,51 € 4.783,77 €
A11 Polizeihauptkommissar/in 4.047,72 € 5.256,99 €
A12 Polizeihauptkommissar/in (A12) 4.504,78 € 5.770,65 €
A13 Erster Polizeihauptkommissar/in · Einstieg höherer Dienst 5.221,48 € 6.381,49 €

Stand 2026, Angaben ohne Gewähr — maßgeblich ist die amtliche Besoldungstabelle des Landes NRW. Werte gerundet und mit „ca.“ gekennzeichnet, da sie auf der vorläufigen Anpassung zum 1. April 2026 beruhen. Quelle: Besoldungstabellen NRW auf Basis LBesG NRW (öffentlicher-dienst.de / öffentlicher-dienst-news.de, Anpassung +3,36 %); amtliche Werte: Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW.

Polizeizulage & Netto

Zusätzlich zum Grundgehalt erhalten Polizeivollzugsbeamte in NRW die Polizeizulage (Stellenzulage für den Vollzugsdienst). Sie beträgt nach einem Dienstjahr 65,28 Euro und nach zwei Dienstjahren 130,56 Euro pro Monat (§ 49 LBesG NRW i. V. m. Anlage 15; Betrag seit 2017 unverändert). Sie wird allen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten in Ämtern der Besoldungsordnung A gezahlt (dieser Satz gilt ab A 9); auch Anwärterinnen und Anwärter erhalten sie. Zu beachten ist, dass die Polizeizulage nicht an den regelmäßigen Besoldungsanpassungen teilnimmt (§ 48 Abs. 3 LBesG NRW). Ruhegehaltfähig ist sie, wenn die zulageberechtigte Verwendung mindestens zehn Jahre gedauert hat und die Zulage bei Eintritt in den Ruhestand noch zusteht (§ 48 Abs. 5 LBesG NRW, § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 LBeamtVG NRW). Bei Dienstunfähigkeit oder Tod während der Verwendung genügen zwei Jahre; beruht die Dienstunfähigkeit auf einem ohne grobes Verschulden erlittenen Dienstschaden, gilt keine Mindestdauer (§ 48 Abs. 5 LBesG NRW).

Vom Brutto gehen bei Beamtinnen und Beamten keine Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung ab. Stattdessen fallen Lohnsteuer sowie Beiträge zur privaten Krankenversicherung an, wobei die Beihilfe des Landes einen großen Teil der Krankheitskosten übernimmt. Dadurch liegt das Netto bei Beamten häufig höher als bei vergleichbaren Angestellten. Die konkrete Nettohöhe hängt von Steuerklasse, Familienstand, Kinderzahl und PKV-Tarif ab — pauschale Angaben wären hier unseriös.

Praxisbeispiel: Eine Polizeikommissarin (A9, Eingangsstufe) kommt 2026 auf ein Grundgehalt von rund 3.440 Euro plus 130,56 Euro Polizeizulage (nach zwei Dienstjahren) — also etwa 3.570 Euro brutto im Monat, vor Familienzuschlag und etwaigen Erschwerniszulagen (z. B. für Nacht- und Wochenenddienst). Mit steigender Erfahrungsstufe und einer Beförderung nach A10 oder A11 wächst das Grundgehalt deutlich — in A11 auf bis zu rund 5.257 Euro in der höchsten Stufe.

Dienstgrade und Besoldung bei der Polizei NRW

Besoldungsgruppe und Dienstgrad hängen eng zusammen: A9 entspricht dem/der Polizeikommissar/in, A10 dem/der Polizeioberkommissar/in, A11 und A12 dem/der Polizeihauptkommissar/in und A13 dem/der Ersten Polizeihauptkommissar/in bzw. dem Einstieg in den höheren Dienst. Welcher Dienstgrad zu welcher Schulterklappe und welchem Amt gehört, zeigt unsere Übersicht der Polizei-Dienstgrade.

Die Laufbahnverordnung der Polizei NRW gliedert den Polizeivollzugsdienst in eine Einheitslaufbahn mit drei Abschnitten. Eingestellt wird heute im Laufbahnabschnitt II: Nach dem Studium beginnst du als Polizeikommissar/-in in A 9, es folgen Polizeioberkommissar/-in (A 10), Polizeihauptkommissar/-in (A 11 oder A 12) und Erste/r Polizeihauptkommissar/-in (A 13). Bei der Kriminalpolizei heißen dieselben Ämter Kriminalkommissar/-in, Kriminaloberkommissar/-in, Kriminalhauptkommissar/-in und Erste/r Kriminalhauptkommissar/-in. Zum Laufbahnabschnitt I gehören Polizeimeister/-in bis Polizeihauptmeister/-in (früherer mittlerer Dienst, Bestand), zum Laufbahnabschnitt III der höhere Dienst von Polizeirat/-rätin bis Leitende/r Polizeidirektor/-in.

Quellen: Landesbesoldungsordnung A (Anlage 1 zum LBesG NRW, Stand 1. August 2026); Laufbahnverordnung der Polizei (LVOPol), § 2 und Anlage.

Weiterführende Themen

Warum diese Zahlen über die Dienstzeit hinaus zählen: Das Ruhegehalt bemisst sich nach den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen der letzten Jahre — die Tabelle oben ist damit auch die Grundlage der späteren Pension. Zulagen zählen dabei nur mit, soweit sie ausdrücklich ruhegehaltfähig sind. Wie sich daraus das Ruhegehalt errechnet, steht unter Pension für Polizeibeamte; was bei vorzeitigem Ausscheiden bleibt, unter Dienstunfähigkeit.

Häufige Fragen

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt bei der Polizei NRW 2026?

Wer in NRW die Polizeilaufbahn beginnt, steigt nach dem dualen Studium in der Regel im gehobenen Dienst als Polizeikommissarin oder Polizeikommissar in Besoldungsgruppe A9 ein. Das Grundgehalt liegt in der Eingangsstufe bei rund 3.440 Euro brutto im Monat (ca. Wert, Stand 2026). Hinzu kommen die Polizeizulage sowie je nach Situation Familienzuschlag und Erschwerniszulagen.

Wie hoch ist die Polizeizulage in NRW?

Die Polizeizulage (Stellenzulage für den Polizeivollzugsdienst) beträgt in Nordrhein-Westfalen nach einem Dienstjahr 65,28 Euro und nach zwei Dienstjahren 130,56 Euro pro Monat (§ 49 LBesG NRW i. V. m. Anlage 15; Betrag seit 2017 unverändert) und wird allen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten in Ämtern der Besoldungsordnung A gezahlt (dieser Satz gilt ab A 9). Den genauen, tagesaktuellen Wert nennt das Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW.

Wann steigt die Besoldung in NRW 2026?

Zum 1. April 2026 steigen die Grundgehälter der Besoldungsordnung A in NRW linear um 3,36 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro. Weitere Erhöhungen folgen zum 1. März 2027 (plus 2 Prozent) und zum 1. Januar 2028 (plus 1 Prozent). Familienzuschläge und Amtszulagen werden 2026 um 2,8 Prozent angehoben.

Welche Besoldungsgruppen erreichen Polizistinnen und Polizisten in NRW?

Da NRW keinen mittleren Polizeidienst mehr hat, beginnt die Laufbahn im gehobenen Dienst bei A9. Über die Erfahrungsstufen und Beförderungen sind A10 (Polizeioberkommissar), A11 und A12 (Polizeihauptkommissar) sowie A13 (Erster Polizeihauptkommissar bzw. Einstieg höherer Dienst) erreichbar. Die Gruppen A7 und A8 stammen aus dem früheren mittleren Dienst.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Die Grundgehaltssätze auf dieser Seite stammen aus dem Besoldungsgesetz des Dienstherrn beziehungsweise den Tabellen des zuständigen Landesamts; Vergleichsportale wurden nicht als Quelle verwendet. Rechtsstand geprüft: September 2026.

Was vom Gehalt bleibt, wenn der Dienst endet

Die Besoldung fällt bei vorzeitiger Dienstunfähigkeit auf einen Bruchteil. Kostenlose Erstinformation anfordern:

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