Auslandseinsatz als Polizist
Europol, EU-Polizeimissionen und UN – Möglichkeiten und was du wissen musst
Deutschen Polizisten stehen verschiedene internationale Einsatzoptionen offen: von kurzfristigen EU-Missionen bis zu mehrjährigen UN-Einsätzen. Der Weg ins Ausland erfordert besondere Qualifikationen.
Arten von Auslandseinsätzen
| Einsatztyp | Dauer | Zuständig | Beispiele |
|---|---|---|---|
| EU-Polizeimissionen (EUPOL) | 6–12 Monate | EU / BKA | Albanien, Georgien, Ukraine |
| OSZE-Missionen | 6–24 Monate | Auswärtiges Amt | Kosovo, Moldau, Ukraine |
| UN-Missionen (UNPOL) | 12–24 Monate | UN / BKA | Sudan, Haiti, Kosovo |
| Europol-Abordnung | 1–5 Jahre | Europol (Den Haag) | EU-weite Ermittlungsunterstützung |
| Frontex-Einsätze | Wochen bis Monate | Frontex | EU-Außengrenzen |
Voraussetzungen für Auslandseinsätze
- Mindestens 5 Jahre Diensterfahrung
- Englischkenntnisse auf C1-Niveau (oft zusätzlich Französisch oder Arabisch von Vorteil)
- Körperliche und psychische Tauglichkeit
- Freiwilligkeit + Zustimmung des Dienstherren
- Spezialausbildungen je nach Mission (z.B. Fahrausbildung, Waffentraining)
Bezahlung und Zulagen im Auslandseinsatz
Bei Auslandseinsätzen bleibt das reguläre Beamtengehalt bestehen. Hinzu kommen je nach Einsatzland und Organisation:
- Auslandsverwendungszuschlag (AVZ): Steuer- und sozialabgabenfrei, je nach Land 40–130 € täglich
- UN Daily Subsistence Allowance (DSA): Zusätzliche UN-Tagespauschale
- Kostenfreie Unterkunft und Verpflegung vor Ort
Bei Auslandseinsätzen in Krisengebieten solltest du prüfen, ob deine Dienstunfähigkeitsversicherung Auslandseinsätze abdeckt. Viele Standardtarife schließen Kriegs- und Krisengebiete aus.
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