Gesundheitsprüfung Polizei 2026: Was wird untersucht?
Die polizeiärztliche Untersuchung ist eine der größten Hürden — was erwartet dich und was kann zur Ablehnung führen?
Ablauf der polizeiärztlichen Untersuchung
- Schriftliche Vorab-Gesundheitsauskunft (Vorerkrankungen, Operationen, Medikamente)
- Allgemeine körperliche Untersuchung durch Polizeiarzt
- Blutbild, Urin, EKG
- Sehtest und Hörtest
- Röntgen (Wirbelsäule, teils Thorax)
- Ggf. Spezialistenüberweisung bei Auffälligkeiten
Körperliche Mindestanforderungen 2026
| Bereich | Anforderung | Hinweis |
|---|---|---|
| Sehschärfe | mind. 0,5 / 0,5 (unkorrigiert) | Mit Korrektur: mind. 1,0 / 1,0 |
| Farbsichtigkeit | Normal (kein Rotgrün-Defizit) | Ishihara-Test |
| Hören | Sprachverstehen normal | Audiogramm-Test |
| BMI | 18–30 (Richtwert) | Stark über-/untergewicht: Risiko |
| Körpergröße | mind. 160 cm (variiert) | Bayern: 163 cm (m), 158 cm (w) |
| Blutdruck | < 140/90 mmHg | Dauerhaft erhöht = Ausschluss |
Häufige Ablehnungsgründe
- Sehstärke nicht korrigierbar auf das Mindestniveau
- Rotgrün-Blindheit (Farbfehlsichtigkeit)
- Chronische Erkrankungen: Diabetes Typ 1, Epilepsie, schwere Allergien
- Psychische Vorerkrankungen (Depression, PTSD in der Vorgeschichte)
- Starkes Übergewicht (BMI > 30)
- Bandscheibenvorfälle / Wirbelsäulenschäden
💡 Tipp: Lass vor der Bewerbung einen Hausarzt alle relevanten Werte prüfen. Brillen und Kontaktlinsen sind erlaubt — Laser-OP ebenfalls (Wartezeit beachten, meist 1 Jahr nach OP).
Psychische Vorerkrankungen: Wie ehrlich muss man sein?
Grundsätzlich musst du alle Vorerkrankungen wahrheitsgemäß angeben. Verschwiegene Erkrankungen können zur späteren Entlassung führen. Allerdings: Eine behandelte, abgeschlossene Depression aus dem Teenageralter führt nicht automatisch zur Ablehnung — es kommt auf Art, Schwere und Verlauf an.
Versicherungsschutz trotz Vorerkrankung
Manche PKV-Anbieter bieten trotz Vorerkrankungen gute Tarife — jetzt unverbindlich informieren.
