Auslandseinsatz Polizei: Europol, EU-Missionen, UN 2026

Auslandseinsatz als Polizist

Europol, EU-Polizeimissionen und UN – Möglichkeiten und was du wissen musst

Deutschen Polizisten stehen verschiedene internationale Einsatzoptionen offen: von kurzfristigen EU-Missionen bis zu mehrjährigen UN-Einsätzen. Der Weg ins Ausland erfordert besondere Qualifikationen.

Arten von Auslandseinsätzen

Einsatztyp Dauer Zuständig Beispiele
EU-Polizeimissionen (EUPOL) 6–12 Monate EU / BKA Albanien, Georgien, Ukraine
OSZE-Missionen 6–24 Monate Auswärtiges Amt Kosovo, Moldau, Ukraine
UN-Missionen (UNPOL) 12–24 Monate UN / BKA Sudan, Haiti, Kosovo
Europol-Abordnung 1–5 Jahre Europol (Den Haag) EU-weite Ermittlungsunterstützung
Frontex-Einsätze Wochen bis Monate Frontex EU-Außengrenzen

Voraussetzungen für Auslandseinsätze

  • Mindestens 5 Jahre Diensterfahrung
  • Englischkenntnisse auf C1-Niveau (oft zusätzlich Französisch oder Arabisch von Vorteil)
  • Körperliche und psychische Tauglichkeit
  • Freiwilligkeit + Zustimmung des Dienstherren
  • Spezialausbildungen je nach Mission (z.B. Fahrausbildung, Waffentraining)

Bezahlung und Zulagen im Auslandseinsatz

Bei Auslandseinsätzen bleibt das reguläre Beamtengehalt bestehen. Hinzu kommen je nach Einsatzland und Organisation:

  • Auslandsverwendungszuschlag (AVZ): Steuer- und sozialabgabenfrei, je nach Land 40–130 € täglich
  • UN Daily Subsistence Allowance (DSA): Zusätzliche UN-Tagespauschale
  • Kostenfreie Unterkunft und Verpflegung vor Ort

Bei Auslandseinsätzen in Krisengebieten solltest du prüfen, ob deine Dienstunfähigkeitsversicherung Auslandseinsätze abdeckt. Viele Standardtarife schließen Kriegs- und Krisengebiete aus.

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