Krankenversicherung für Polizisten: PKV oder GKV?
Als Polizeibeamter hast du die Wahl — aber Beihilfe + PKV ist fast immer die günstigere und bessere Option.
Der entscheidende Unterschied: Beihilfe
Angestellte zahlen ~8,2 % ihres Bruttolohns für die GKV, der Arbeitgeber zahlt nochmals ~8,2 %. Polizeibeamte erhalten stattdessen Beihilfe — der Dienstherr übernimmt 50–80 % der Krankheitskosten direkt. Die restlichen 20–50 % sichert eine PKV ab.
| Szenario | Monatliche Kosten ca. | Leistungen |
|---|---|---|
| GKV (freiwillig, A9-Gehalt) | ~240–280 € | Standardleistungen GKV |
| PKV + Beihilfe (50/50) | ~150–220 € | Chefarzt, Einbettzimmer, Zahnersatz |
| PKV + Beihilfe (30/70, 2 Kinder) | ~80–120 € | Wie oben, deutlich günstiger |
💡 Fazit: PKV + Beihilfe ist für Polizeibeamte fast immer günstiger als GKV — und bietet dabei deutlich bessere Leistungen (Chefarzt, kürzere Wartezeiten, Einzelzimmer).
Wichtige Besonderheiten für Polizisten
- Risikoberuf: Einige PKV-Anbieter stufen Polizisten als erhöhtes Risiko ein — Risikozuschläge möglich. Frühzeitig vergleichen!
- Dienstunfähigkeit: PKV läuft weiter auch bei DU — anders als GKV bei Langzeiterkrankung
- Auslandseinsätze: Weltweiter Schutz sollte im Tarif enthalten sein
- Psychische Erkrankungen: Polizisten haben erhöhtes PTSD-Risiko — Tarif auf Psychotherapie-Deckung prüfen
Wann lohnt sich die GKV für Polizisten?
In wenigen Ausnahmefällen kann GKV sinnvoll sein:
- Wenn der Partner GKV-versichert ist und Kinder mitversichert werden sollen (kostenlos in GKV)
- Bei sehr niedrigem Einkommen in der Anfangszeit (Anwärterbezüge)
- Wenn bekannte Vorerkrankungen zu hohen PKV-Zuschlägen führen
PKV-Vergleich für Polizisten
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