PTSD bei Polizisten: Anerkennung, Hilfe & finanzielle Absicherung
Post-traumatische Belastungsstörung ist unter Polizisten verbreitet — aber oft tabuisiert. Was du wissen musst.
Wie häufig ist PTSD bei der Polizei?
Studien zeigen, dass 10–15 % der Polizisten im Laufe ihres Berufslebens Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung entwickeln. Besonders betroffen: Beamte aus Mordkommissionen, Einsatzkräfte nach Anschlägen und Beamte mit häufigen Gewaltdelikten.
Symptome erkennen
- Wiederkehrende Flashbacks oder Albträume zu Einsätzen
- Emotionale Taubheit, Rückzug aus sozialen Kontakten
- Übermäßige Wachsamkeit, Schlafstörungen
- Vermeidung von Auslösern (Situationen, Orte, Geräusche)
- Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme
Anerkennung als Dienstunfall — wie schwer ist das?
PTSD durch einen konkreten Einsatz kann als Dienstunfall anerkannt werden. Das ist wichtig für Unfallruhegehalt und Heilbehandlungskosten. In der Praxis ist die Anerkennung jedoch schwierig: Es braucht zeitnahe Dokumentation, den klaren Zusammenhang zwischen Ereignis und Erkrankung und oft ein Gutachten.
Finanzielle Absicherung: DU-Versicherung
Unabhängig davon, ob PTSD als Dienstunfall anerkannt wird, zahlt eine gute Dienstunfähigkeitsversicherung bei festgestellter Dienstunfähigkeit. Die DU-Versicherung ist keine Unfallversicherung — sie zahlt bei dauerhafter Dienstunfähigkeit, egal ob durch Unfall, Krankheit oder PTSD.
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