Pension Polizeibeamte 2026: Ruhegehalt, Berechnung & Versorgung
Wann können Polizisten in Rente gehen? Wie hoch ist das Ruhegehalt? Alles zur Pension für Polizeibeamte – Berechnung, Ruhegehaltssatz und Sonderregelungen.
Rentenalter für Polizeibeamte: Ab wann ist der Ruhestand möglich?
Im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen profitieren Polizeibeamte von einer niedrigeren Altersgrenze für den Ruhestand. Je nach Bundesland und Laufbahn gilt:
| Laufbahn / Bereich | Ruhestandsalter | Regelung |
|---|---|---|
| Vollzugsbeamte (die meisten BL) | 62 Jahre | Besondere Altersgrenze |
| Vollzugsbeamte (Bayern, BW) | 60 Jahre | Erweiterte Sonderregelung |
| Bundespolizei / BGS | 62 Jahre | Bundesrecht |
| Höherer Dienst (Leitungsebene) | 65–67 Jahre | Allgemeine Altersgrenze |
Wie wird das Ruhegehalt berechnet?
Die Höhe des Ruhegehalts ergibt sich aus einer einfachen Formel:
Der Ruhegehaltssatz
Für jedes vollendete Jahr der ruhegehaltsfähigen Dienstzeit werden 1,79583 % des Ruhegehaltssatzes angerechnet. Das ergibt:
- Nach 20 Jahren Dienst: ca. 35,9 % (Mindestversorgung greift bei ca. 35 %)
- Nach 30 Jahren Dienst: ca. 53,87 %
- Nach 40 Jahren Dienst: ca. 71,75 % (= gesetzliches Maximum)
Ruhegehaltsfähige Dienstzeiten: Was zählt mit?
Nicht jede Zeit im Berufsleben zählt automatisch als ruhegehaltsfähige Dienstzeit. Folgende Zeiten werden berücksichtigt:
- ✅ Aktive Beamtenzeit im Vollzugsdienst
- ✅ Ausbildungszeiten (Studium Fachhochschule der Polizei)
- ✅ Anerkannte Vordienstzeiten (z. B. Bundeswehrzeit)
- ✅ Elternzeit (anteilig)
- ❌ Zeiten als Angestellter (ohne Anrechnung)
- ❌ Zeiten der Beurlaubung ohne Dienstbezüge
Mindestversorgung & Versorgungsabschläge
Beamte, die vor der regulären Altersgrenze in den Ruhestand treten, erhalten einen Versorgungsabschlag von 3,6 % pro Jahr – maximal 10,8 %. Wer mit 60 statt 62 in Rente geht, verliert also dauerhaft bis zu 7,2 % seines Ruhegehalts.
Praxisbeispiel: Pension eines Polizeibeamten (A11)
Ein Polizeioberleutnant (A11) mit einem Grundgehalt von 3.800 € und 35 ruhegehaltsfähigen Dienstjahren:
- Ruhegehaltssatz: 35 × 1,79583 % = 62,85 %
- Monatliche Pension: 62,85 % × 3.800 € = ca. 2.388 € brutto
- Plus ggf. Kinderzuschlag im Ruhestand
Häufige Fragen zur Polizistenpension
Wann kann ein Polizist in Rente gehen?
Die meisten Vollzugsbeamten können mit 62 Jahren in den Ruhestand – in Bayern und Baden-Württemberg bereits mit 60. Das ist deutlich früher als die allgemeine Regelaltersgrenze von 67 Jahren.
Wie viel Pension bekommt ein Polizist nach 40 Jahren?
Nach 40 ruhegehaltsfähigen Dienstjahren erreicht man den maximalen Ruhegehaltssatz von 71,75 %. Bei einem Grundgehalt von 4.000 € wären das ca. 2.870 € monatliche Pension brutto.
Ist die Polizeipension steuerpflichtig?
Ja. Pensionen werden vollständig als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit besteuert – anders als Renten, die nur mit dem Ertragsanteil versteuert werden. Der Versorgungsfreibetrag reduziert die Steuerlast jedoch.
Weiterführende Informationen
Gehalt & Besoldung Polizei | PKV & Heilfürsorge | Dienstunfähigkeit | Verbeamtung Voraussetzungen
Pensionsoptimierung: Früh informiert, besser abgesichert
Frühpension, Versorgungsabschläge, Zusatzvorsorge – eine frühzeitige Planung macht den Unterschied.
