
Polizei Gehaltserhöhung 2026: Was ändert sich?
Besoldungserhöhung, Einmalzahlungen und was das für deinen Nettolohn bedeutet.
Hintergrund: Besoldungsanpassungen 2025/2026
Im Zuge der Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst (TVöD) 2025 haben Bund und Länder die Beamtenbesoldung entsprechend angepasst. Für 2026 gelten folgende Eckpunkte:
- Erhöhung Bundesbesoldung: ca. +3,0–3,5 % ab 01.01.2026
- Mindesterhöhung: Sockelbetrag von 200 € für untere Besoldungsgruppen
- Einmalzahlungen in einigen Ländern zur Inflationsabfederung (Steuerfreigrenze 3.000 €)
Konkrete Auswirkungen nach Besoldungsgruppe
| Besoldungsgruppe | Grundgehalt 2025 | Grundgehalt 2026 (ca.) | Erhöhung |
|---|---|---|---|
| A7 Stufe 1 (PM) | 2.340 € | 2.415 € | +75 € (+3,2 %) |
| A9 Stufe 1 (PK) | 2.627 € | 2.711 € | +84 € (+3,2 %) |
| A11 Stufe 1 (PHK) | 3.142 € | 3.241 € | +99 € (+3,2 %) |
| A13 Stufe 1 (Rat) | 4.018 € | 4.143 € | +125 € (+3,1 %) |
Unterschiede nach Bundesland
Die Länder sind nicht verpflichtet, die Bundeserhöhung 1:1 zu übernehmen — sie legen ihre eigene Besoldung per Landesgesetz fest:
- Bayern: Erhöhung oft über Bundesniveau, frühe Umsetzung
- NRW, Hessen: Übernahme der TVöD-Einigung mit wenigen Wochen Verzug
- Berlin, Brandenburg: Gelegentlich niedrigere Prozentsätze, Haushaltslage
- Sachsen, Thüringen: Angleichung läuft — Lücke zur Westbesoldung schrumpft
Polizeizulage: Auch diese wird angepasst
Neben dem Grundgehalt wird auch die Polizeizulage in einigen Bundesländern 2026 erhöht. Bayern und BW liegen hier mit ~180 € weiterhin an der Spitze.
Ausblick: Wann kommt die nächste Runde?
Die nächste Tarifverhandlung für den öffentlichen Dienst (TVöD Bund) ist für Frühjahr 2027 geplant. Experten erwarten moderate Erhöhungen (+2–3 %) — abhängig von Inflation und Konjunkturentwicklung.
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