Bundespolizei Gehalt 2026: Besoldung im Bund

Bundespolizei Gehalt 2026

Besoldung nach Bundesrecht — von der Ausbildung bis zum gehobenen Dienst.

Die Bundespolizei wird nach dem Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) bezahlt — anders als die Landespolizeien, die eigene Landesbesoldung haben. Das Bundesniveau liegt im oberen Mittelfeld. Für dich als Bewerber oder Beamter hat das einen praktischen Vorteil: Die Besoldung ist bundesweit einheitlich — ob du an der Grenze, am Flughafen oder im Bahnhofsdienst eingesetzt wirst, spielt für dein Grundgehalt keine Rolle.

Wie hoch dein Gehalt konkret ausfällt, hängt von drei Faktoren ab: deiner Besoldungsgruppe (im mittleren und gehobenen Dienst von A7 bis A13), deiner Erfahrungsstufe (beim Bund Stufe 1 bis 8) und den Zulagen, die zu deiner Verwendung gehören. Schon während der Ausbildung bei der Bundespolizei erhältst du Anwärterbezüge — du verdienst also vom ersten Tag an Geld, statt Studiengebühren zu zahlen.

Diese Seite gibt dir den Überblick: die wichtigsten Besoldungswerte 2026, ein Rechenbeispiel für den gehobenen Dienst und Antworten auf häufige Fragen. Die vollständigen Grundgehälter aller Besoldungsgruppen und Stufen findest du in der Besoldungstabelle Bundespolizei.

Besoldung im Überblick (2026, brutto)

Die folgende Tabelle zeigt die Besoldung vom Anwärter bis zum gehobenen Dienst. Für die Ämter A7 bis A13 sind das die amtlichen Grundgehälter der Bundesbesoldungstabelle (Spanne von Stufe 1 bis Endstufe 8), Stand Mai 2026; die Anwärterbezüge sind ca.-Werte. Wie du die Spannen liest, erklärt der Abschnitt direkt unter der Tabelle:

Status Besoldung ca. brutto/Monat
Anwärter mittlerer Dienst Anwärterbezüge ca. 1.400 €
Anwärter gehobener Dienst Anwärterbezüge ca. 1.500–1.600 €
Polizeimeister (A7) Eingangsamt mD 3.138,37 – 3.900,87 €
Polizeikommissar (A9) Eingangsamt gD 3.551,63 – 4.535,33 €
Polizeihauptkommissar (A12/A13) gehobener Dienst 4.589,29 – 6.806,11 €

So liest du die Tabelle

Die Spannen in der Tabelle entstehen vor allem durch die Erfahrungsstufen. Maßgeblich sind die amtlichen Grundgehälter der Bundesbesoldungstabelle, gültig ab dem 1. Mai 2026: Ein Polizeimeister (A7) beginnt danach mit einem Grundgehalt von 3.138,37 € brutto in Stufe 1 und erreicht in der Endstufe 8 3.900,87 € — ein Plus von 762,50 € allein durch Dienstjahre. Ein Polizeikommissar (A9, Eingangsamt des gehobenen Dienstes) startet mit 3.551,63 € und kommt in Stufe 8 auf 4.535,33 €. Im Spitzenamt A13 sind zwischen 5.343,23 € (Stufe 1) und 6.806,11 € (Stufe 8) möglich.

Wichtig: Alle Werte sind Brutto-Grundgehälter ohne Zulagen. Da Beamte keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen, bleibt vom Brutto deutlich mehr übrig als bei Angestellten mit gleichem Bruttolohn.

💡 Hinzu kommen Zulagen (Polizei-, Erschwernis-, Schichtzulage) und der Vorteil der freien Heilfürsorge — das Nettogehalt liegt deutlich über vergleichbaren Angestelltengehältern.

Erfahrungsstufen: So steigt dein Gehalt automatisch

Der Bund arbeitet mit acht Erfahrungsstufen. Du steigst mit zunehmender Dienstzeit automatisch in die nächste Stufe auf — ohne Beförderung, ohne Antrag, ohne Verhandlung. Wie viel das ausmacht, zeigt die Besoldungsgruppe A8: Dort liegt das Grundgehalt in Stufe 1 bei 3.307,17 € und in Stufe 8 bei 4.216,64 € — ein Unterschied von 909,47 € pro Monat bei identischem Amt.

Zusätzlich wirken Beförderungen: Wer ein höheres Amt erreicht oder vom mittleren in den gehobenen Dienst aufsteigt, wechselt die Besoldungsgruppe und nimmt seine Erfahrung in Form der Stufenzuordnung weitgehend mit. Grundgehalt wächst also auf zwei Wegen — durch Zeit (Stufen) und durch Leistung beziehungsweise Qualifikation (Beförderung).

Zulagen: Was zum Grundgehalt dazukommt

Zum Grundgehalt kommen bei der Bundespolizei mehrere Bausteine. Polizeivollzugsbeamte erhalten die Polizeizulage als Ausgleich für die besonderen Belastungen des Vollzugsdienstes. Wer im Wechselschichtdienst arbeitet — etwa in der Bundesbereitschaftspolizei oder im bahnpolizeilichen Dienst —, bekommt zusätzlich Zulagen für Dienst zu ungünstigen Zeiten; die Details erklärt der Ratgeber zur Schichtzulage bei der Polizei. Für besondere Verwendungen gibt es Erschwerniszulagen, für Verheiratete und Eltern den Familienzuschlag. Die konkrete Höhe hängt von deiner Verwendung ab — pauschale Beträge lassen sich seriös nicht nennen.

Und im Vergleich zu den Ländern? Einzelne Landespolizeien zahlen mehr, andere weniger — die Unterschiede liegen je nach Besoldungsgruppe und Stufe schnell bei mehreren hundert Euro im Monat. Ob sich der Bund für dich rechnet, hängt also davon ab, mit welchem Bundesland du vergleichst. Eine gute Einordnung liefern der Überblick Bundespolizei vs. Landespolizei und der Polizei-Gehaltsrechner.

Rechenbeispiel: Polizeikommissar (A9) im ersten Dienstjahr

So rechnest du dein Einstiegsgehalt im gehobenen Dienst überschlägig durch. Grundlage sind die Grundgehälter der Bundesbesoldungstabelle, gültig ab dem 1. Mai 2026:

  • Grundgehalt A9, Stufe 1: 3.551,63 € brutto pro Monat
  • Jahresgrundgehalt: 3.551,63 € × 12 = 42.619,56 € brutto
  • Perspektive Endstufe 8: 4.535,33 € brutto pro Monat — das sind 983,70 € mehr als in Stufe 1, ein Plus von ca. 28 %

Hinzu kommen die Polizeizulage sowie je nach Verwendung Schicht- und Erschwerniszulagen und der Familienzuschlag — das tatsächliche Monatsbrutto liegt dadurch spürbar über dem reinen Grundgehalt. Beim Netto profitierst du vom Beamtenstatus: Es fallen keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung an, und Polizeivollzugsbeamte der Bundespolizei erhalten im aktiven Dienst freie Heilfürsorge — abgezogen wird im Wesentlichen die Lohnsteuer.

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Häufige Fragen zum Bundespolizei-Gehalt

Nach welchem Gesetz wird die Bundespolizei bezahlt?

Die Bundespolizei wird nach dem Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) besoldet. Anders als bei den Landespolizeien gilt damit eine bundesweit einheitliche Besoldungstabelle – der Dienstort spielt für das Grundgehalt keine Rolle. Die aktuelle Grundgehaltstabelle des Bundes gilt ab dem 1. Mai 2026.

Wie viel verdient man in der Ausbildung bei der Bundespolizei?

Anwärter erhalten vom ersten Tag an Anwärterbezüge: im mittleren Dienst ca. 1.400 € brutto pro Monat, im gehobenen Dienst ca. 1.500–1.600 € brutto pro Monat. Die Ausbildung beziehungsweise das Studium ist damit bezahlt – Studiengebühren fallen nicht an.

Was verdient ein Polizeimeister (A7) bei der Bundespolizei?

Nach der Bundesbesoldungstabelle (gültig ab 1. Mai 2026) liegt das Grundgehalt in A7 zwischen 3.138,37 € brutto in Stufe 1 und 3.900,87 € brutto in der Endstufe 8. Hinzu kommen Zulagen wie die Polizeizulage sowie gegebenenfalls Schichtzulagen und der Familienzuschlag.

Wie steigt das Gehalt mit den Dienstjahren?

Der Bund nutzt acht Erfahrungsstufen. Der Aufstieg in die nächste Stufe erfolgt automatisch mit zunehmender Dienstzeit – ohne Beförderung und ohne Antrag. Ein Polizeikommissar (A9) steigt so von 3.551,63 € brutto in Stufe 1 auf 4.535,33 € brutto in Stufe 8. Zusätzlich erhöhen Beförderungen in eine höhere Besoldungsgruppe das Gehalt.

Welche Zulagen bekommen Bundespolizisten?

Polizeivollzugsbeamte erhalten die Polizeizulage. Je nach Verwendung kommen Zulagen für Dienst zu ungünstigen Zeiten (Nacht, Wochenende, Feiertag), Erschwerniszulagen für besondere Verwendungen sowie der Familienzuschlag für Verheiratete und Eltern hinzu. Die Höhe hängt von der konkreten Verwendung ab.

Verdient man bei der Bundespolizei mehr als bei der Landespolizei?

Das hängt vom Vergleichsland ab: Das Bundesniveau liegt im oberen Mittelfeld, einzelne Länder zahlen mehr, andere weniger. Der Vorteil des Bundes ist die bundesweit einheitliche Besoldung – bei den Ländern unterscheiden sich Grundgehälter, Stufenmodelle und Zulagen teils deutlich.

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