Besoldungstabelle Polizei Schleswig-Holstein

Grundgehälter A7 bis A13, Polizeizulage und Netto-Orientierung – Tabelle 2026 (beschlossen, Auszahlung ab November 2026)

Wie viel verdient man bei der Polizei in Schleswig-Holstein? Das Gehalt richtet sich nach dem Besoldungsgesetz Schleswig-Holstein (SHBesG) und hängt von der Besoldungsgruppe (A7 bis A13), der Erfahrungsstufe und mehreren Zulagen ab. Diese Seite bündelt die aktuellen Grundgehälter, erklärt die Polizeizulage und zeigt an einem Praxisbeispiel, was vom Brutto ungefähr übrig bleibt.

Besoldung der Polizei in Schleswig-Holstein

Polizistinnen und Polizisten in Schleswig-Holstein sind Landesbeamte. Ihre Bezüge legt das Land selbst fest – seit der Föderalismusreform 2006 hat jedes Bundesland eine eigene Besoldung. Der Berufseinstieg im Polizeivollzugsdienst erfolgt heute in der Regel über das duale Studium im gehobenen Dienst; nach dem Studium starten Kommissaranwärterinnen und -anwärter typischerweise in Besoldungsgruppe A9. Der frühere mittlere Dienst (Einstieg A7/A8) läuft aus, prägt aber weiterhin die unteren Besoldungsgruppen.

Wie Einstellung, Krankenversicherung und Alltag im Landesdienst aussehen, beschreibt die Seite Polizist in Schleswig-Holstein; wie sich Grundgehalt, Zulagen und Netto bundesweit zusammensetzen, der Überblick Polizei Gehalt im Überblick.

Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen: Je länger die Dienstzeit, desto höher die Stufe. Aufstiege in höhere Besoldungsgruppen (etwa von A9 nach A11 oder A12) erfolgen über Beförderungen. Eine Anhebung um 4,0 Prozent zum 1. Januar 2026 hat der Landtag am 18. September 2026 beschlossen (Drucksache 20/4501); verkündet ist das Gesetz noch nicht. Die Auszahlung samt Nachzahlung ist für die November-Bezüge 2026 vorgesehen. Die Tabelle unten zeigt die beschlossenen Beträge ab 1. Januar 2026 – bis November wird noch nach der Tabelle vom 1. November 2024 gezahlt.

Neben dem Grundgehalt können weitere Bestandteile hinzukommen: der Familienzuschlag für Verheiratete und je Kind, die Polizeizulage sowie Zuschläge für Dienst zu ungünstigen Zeiten (Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst). Eine gesonderte jährliche Sonderzahlung ist in Schleswig-Holstein anteilig in die monatlichen Bezüge eingerechnet.

Bereits während des dualen Studiums fließt Geld: Kommissaranwärterinnen und -anwärter erhalten Anwärterbezüge und müssen keine Studiengebühren zahlen. Der Verdienst im Vollzugsdienst liegt damit vom ersten Tag an über einer klassischen Ausbildungsvergütung – ein wichtiger Unterschied zu vielen zivilen Berufseinstiegen.

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Besoldungstabelle A7–A13 (2026)

Die folgende Übersicht zeigt das monatliche Grundgehalt (brutto) für ausgewählte Erfahrungsstufen – die Eingangsstufe, eine mittlere Stufe und die Endstufe. Zulagen wie die Polizeizulage oder der Familienzuschlag sind hier noch nicht enthalten.

Worauf diese Tabelle beruht
Besoldungsgesetz Schleswig-Holstein (SHBesG), Besoldungsordnung A — Grundgehaltssätze ab 1. Januar 2026 (+4,0 Prozent). Der Landtag hat das Anpassungsgesetz (Drucksache 20/4501) am 18. September 2026 beschlossen; die Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt steht noch aus.

Was sich ändert
Ausgezahlt wird bis auf Weiteres noch nach der Tabelle vom 1. November 2024 (A 9 Eingangsstufe: 3.335,77 Euro). Das Finanzministerium plant die Auszahlung der neuen Beträge einschließlich der Nachzahlung ab Januar 2026 mit den November-Bezügen 2026. Rückwirkend zum 1. Januar 2025 gilt außerdem +3,2 Prozent (mindestens rund 125 Euro), zum 1. Januar 2027 folgt +3,8 Prozent.

Rechtsstand geprüft am 24. September 2026. Maßgeblich ist stets die amtliche Besoldungstabelle des Dienstherrn.

Besoldungsgruppe Eingangsstufe Stufe 5 Endstufe
A 7 3.292,39 € (St. 2) 3.510,87 € 3.857,97 € (St. 10)
A 8 3.416,87 € (St. 2) 3.642,89 € 4.156,73 € (St. 11)
A 9 3.599,72 € (St. 2) 3.834,60 € 4.400,13 € (St. 11)
A 10 3.836,67 € (St. 2) 4.164,49 € 4.890,41 € (St. 11)
A 11 4.322,21 € (St. 3) 4.588,10 € 5.412,79 € (St. 12)
A 12 4.819,48 € (St. 4) 4.982,81 € 5.942,35 € (St. 12)
A 13 5.352,77 € (St. 4) 5.532,28 € 6.578,96 € (St. 12)

So lesen Sie die Tabelle: Jede Besoldungsgruppe umfasst mehrere Erfahrungsstufen. Man startet in der Eingangsstufe und rückt mit zunehmender Dienstzeit automatisch in die nächste Stufe auf, bis die Endstufe erreicht ist. Die Gruppen A7 bis A13 decken dabei nahezu die gesamte Laufbahn ab – vom Einstieg im Vollzugsdienst bis zu Führungsfunktionen im gehobenen und höheren Dienst.

Rechtsstand: vom Landtag am 18.09.2026 beschlossen, rückwirkend ab 01.01.2026; Verkündung steht aus, Auszahlung voraussichtlich ab November 2026 (mit Nachzahlung). Alle Angaben ohne Gewähr – maßgeblich ist die amtliche Besoldungstabelle Schleswig-Holsteins. Quelle: Landtag Schleswig-Holstein, Drucksache 20/4501 (Anlage 5); Besoldungsgesetz Schleswig-Holstein (SHBesG). Stand: September 2026.

Polizeizulage & Netto

Zusätzlich zum Grundgehalt erhalten Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte in Schleswig-Holstein eine Polizeizulage (Stellenzulage nach § 49 SHBesG in Verbindung mit Anlage 8). Sie ist gestaffelt: In den ersten Monaten im Vollzugsdienst gilt zunächst ein geringerer Betrag, nach einem Jahr rund 97 Euro und nach zwei Jahren Dienstzeit rund 171 Euro monatlich (Stand 1. November 2024, ohne Gewähr). Die Zulage gilt für Beamte bis Besoldungsgruppe B 4.

Seit Juli 2023 ist die Polizeizulage in Schleswig-Holstein wieder ruhegehaltfähig. Sie fließt in die spätere Pension ein, wenn die zulageberechtigte Verwendung mindestens zehn Jahre gedauert und auch in den letzten zwei Jahren vor dem Ruhestand bestanden hat. Bei Dienstunfähigkeit oder Tod während der Verwendung genügen zwei Jahre; beruht die Dienstunfähigkeit auf einem ohne grobes Verschulden erlittenen Dienstschaden, gilt keine Mindestdauer (§ 46 Abs. 4 SHBesG).

Beim Netto gilt eine Besonderheit: Beamte zahlen keine Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte in Schleswig-Holstein erhalten außerdem freie Heilfürsorge, sodass ein Beitrag zur privaten Krankenversicherung im Wesentlichen nur für Anwartschaft und Pflegeversicherung anfällt. Abgezogen wird vor allem die Lohnsteuer. Wer verheiratet ist oder Kinder hat, profitiert zusätzlich vom Familienzuschlag, der das Nettoeinkommen spürbar erhöhen kann.

Praxisbeispiel

Ein Beispiel zur Einordnung: Eine Polizeikommissarin in Besoldungsgruppe A9, Stufe 3, erhält nach der beschlossenen Tabelle 2026 ein monatliches Grundgehalt von rund 3.647 Euro (bis zur Auszahlung im November 2026 noch 3.381 Euro nach der Tabelle 11/2024). Rechnet man die volle Polizeizulage von etwa 171 Euro hinzu, ergibt sich ein Bruttobetrag von ca. 3.818 Euro. Wie viel davon netto bleibt, hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer, Familienstand und dem Krankenversicherungsbeitrag ab – eine Näherung liefert der Polizei-Gehaltsrechner.

Warum diese Zahlen über die Dienstzeit hinaus zählen: Das Ruhegehalt bemisst sich nach den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen der letzten Jahre — die Tabelle oben ist damit auch die Grundlage der späteren Pension. Zulagen zählen dabei nur mit, soweit sie ausdrücklich ruhegehaltfähig sind. Wie sich daraus das Ruhegehalt errechnet, steht unter Pension für Polizeibeamte; was bei vorzeitigem Ausscheiden bleibt, unter Dienstunfähigkeit.

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Polizist in Schleswig-Holstein?

Der Berufseinstieg im gehobenen Dienst erfolgt meist in Besoldungsgruppe A9 mit einem Grundgehalt von rund 3.600 Euro brutto im Monat in der Eingangsstufe 2 (Tabelle ab 1. Januar 2026, vom Landtag am 18. September 2026 beschlossen; bis zur Auszahlung im November 2026 werden noch rund 3.336 Euro nach der Tabelle 11/2024 gezahlt). Hinzu kommen die Polizeizulage und gegebenenfalls ein Familienzuschlag. Mit Beförderungen bis A13 sind Grundgehälter bis rund 6.579 Euro (Endstufe 12) möglich.

Wie hoch ist die Polizeizulage in Schleswig-Holstein?

Die Polizeizulage nach § 49 SHBesG ist gestaffelt: nach einem Jahr Dienstzeit rund 97 Euro, nach zwei Jahren rund 171 Euro monatlich (Stand 1. November 2024, ohne Gewähr). Maßgeblich ist Anlage 8 des Besoldungsgesetzes Schleswig-Holstein.

Wann steigt man in die nächste Erfahrungsstufe auf?

Das Grundgehalt steigt mit der Erfahrungsstufe. Die ersten Stufen werden nach kürzeren Zeitabständen erreicht, spätere Stufen nach jeweils mehreren Jahren. Zusätzlich kann man durch Beförderung in eine höhere Besoldungsgruppe aufsteigen.

Ist die Polizeizulage in Schleswig-Holstein ruhegehaltfähig?

Ja, seit Juli 2023 wieder: Sie zählt zur Pension, wenn die zulageberechtigte Verwendung mindestens zehn Jahre gedauert und auch in den letzten zwei Jahren vor dem Ruhestand bestanden hat. Bei Dienstunfähigkeit oder Tod während der Verwendung gelten kürzere Fristen (§ 46 Abs. 4 SHBesG).

Rechtsgrundlagen und Quellen

Die Grundgehaltssätze auf dieser Seite stammen aus dem Besoldungsgesetz des Dienstherrn beziehungsweise den Tabellen des zuständigen Landesamts; Vergleichsportale wurden nicht als Quelle verwendet. Rechtsstand geprüft: September 2026.

Was vom Gehalt bleibt, wenn der Dienst endet

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