Besoldungstabelle Polizei Schleswig-Holstein 2026: A7 bis A13 im Überblick

Besoldungstabelle Polizei Schleswig-Holstein

Grundgehälter A7 bis A13, Polizeizulage und Netto-Orientierung – Stand 2025/2026

Wie viel verdient man bei der Polizei in Schleswig-Holstein? Das Gehalt richtet sich nach dem Besoldungsgesetz Schleswig-Holstein (SHBesG) und hängt von der Besoldungsgruppe (A7 bis A13), der Erfahrungsstufe und mehreren Zulagen ab. Diese Seite bündelt die aktuellen Grundgehälter, erklärt die Polizeizulage und zeigt an einem Praxisbeispiel, was vom Brutto ungefähr übrig bleibt.

Besoldung der Polizei in Schleswig-Holstein

Polizistinnen und Polizisten in Schleswig-Holstein sind Landesbeamte. Ihre Bezüge legt das Land selbst fest – seit der Föderalismusreform 2006 hat jedes Bundesland eine eigene Besoldung. Der Berufseinstieg im Polizeivollzugsdienst erfolgt heute in der Regel über das duale Studium im gehobenen Dienst; nach dem Studium starten Kommissaranwärterinnen und -anwärter typischerweise in Besoldungsgruppe A9. Der frühere mittlere Dienst (Einstieg A7/A8) läuft aus, prägt aber weiterhin die unteren Besoldungsgruppen.

Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen: Je länger die Dienstzeit, desto höher die Stufe. Aufstiege in höhere Besoldungsgruppen (etwa von A9 nach A11 oder A12) erfolgen über Beförderungen. Zum 1. Januar 2026 wurden die Grundgehälter um rund 4,0 Prozent angehoben.

Neben dem Grundgehalt können weitere Bestandteile hinzukommen: der Familienzuschlag für Verheiratete und je Kind, die Polizeizulage sowie Zuschläge für Dienst zu ungünstigen Zeiten (Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst). Eine gesonderte jährliche Sonderzahlung ist in Schleswig-Holstein anteilig in die monatlichen Bezüge eingerechnet.

Bereits während des dualen Studiums fließt Geld: Kommissaranwärterinnen und -anwärter erhalten Anwärterbezüge und müssen keine Studiengebühren zahlen. Der Verdienst im Vollzugsdienst liegt damit vom ersten Tag an über einer klassischen Ausbildungsvergütung – ein wichtiger Unterschied zu vielen zivilen Berufseinstiegen.

Besoldungstabelle A7–A13 (2026)

Die folgende Übersicht zeigt das monatliche Grundgehalt (brutto) für ausgewählte Erfahrungsstufen – die Eingangsstufe, eine mittlere Stufe und die Endstufe. Zulagen wie die Polizeizulage oder der Familienzuschlag sind hier noch nicht enthalten.

Besoldungsgruppe Eingangsstufe (Stufe 1) Mittlere Stufe (Stufe 5) Endstufe
A 7 3.950,87 € 4.284,96 € 4.629,56 €
A 8 4.100,24 € 4.472,83 € 4.988,08 €
A 9 4.319,66 € 4.710,05 € 5.280,16 €
A 10 4.604,00 € 5.142,67 € 5.868,49 €
A 11 5.186,65 € 5.809,02 € 6.495,35 €
A 12 5.783,38 € 6.466,54 € 7.130,82 €
A 13 6.423,32 € 7.169,74 € 7.894,75 €

So lesen Sie die Tabelle: Jede Besoldungsgruppe umfasst mehrere Erfahrungsstufen. Man startet in der Eingangsstufe und rückt mit zunehmender Dienstzeit automatisch in die nächste Stufe auf, bis die Endstufe erreicht ist. Die Gruppen A7 bis A13 decken dabei nahezu die gesamte Laufbahn ab – vom Einstieg im Vollzugsdienst bis zu Führungsfunktionen im gehobenen und höheren Dienst.

Stand: gültig ab 1. Januar 2026, alle Angaben ohne Gewähr – maßgeblich ist die amtliche Besoldungstabelle Schleswig-Holsteins. Quelle: Besoldungsgesetz Schleswig-Holstein (SHBesG), Grundgehaltssätze der Landesregierung Schleswig-Holstein.

Polizeizulage & Netto

Zusätzlich zum Grundgehalt erhalten Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte in Schleswig-Holstein eine Polizeizulage (Stellenzulage nach § 49 SHBesG in Verbindung mit Anlage 8). Sie ist gestaffelt: In den ersten Monaten im Vollzugsdienst gilt zunächst ein geringerer Betrag, nach einem Jahr rund 97 Euro und nach zwei Jahren Dienstzeit rund 171 Euro monatlich (Stand 1. November 2024, ohne Gewähr). Die Zulage gilt für Beamte bis Besoldungsgruppe B 4.

Ob die Polizeizulage ruhegehaltfähig ist – also in die spätere Pension einfließt –, ist in Schleswig-Holstein umstritten. Sie war zeitweise nicht mehr ruhegehaltfähig; Gewerkschaften wie die DPolG fordern seit Jahren die Wiedereinführung. Prüfen Sie den aktuellen Stand daher immer anhand der amtlichen Regelung.

Beim Netto gilt eine Besonderheit: Beamte zahlen keine Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Dafür fallen Lohnsteuer und die Kosten der privaten Krankenversicherung an, von denen die Beihilfe des Dienstherrn allerdings einen erheblichen Teil übernimmt. Als grobe Orientierung bleiben vom Brutto – je nach Steuerklasse, Familienstand und Versicherungstarif – ungefähr 75 bis 82 Prozent netto übrig. Wer verheiratet ist oder Kinder hat, profitiert zusätzlich vom Familienzuschlag, der das Nettoeinkommen spürbar erhöhen kann.

Praxisbeispiel

Ein Beispiel zur Einordnung: Eine Polizeikommissarin in Besoldungsgruppe A9, Stufe 3, erhält 2026 ein monatliches Grundgehalt von rund 4.490 Euro. Rechnet man die volle Polizeizulage von etwa 171 Euro hinzu, ergibt sich ein Bruttobetrag von ca. 4.660 Euro. Nach Abzug von Steuer und privater Krankenversicherung verbleiben – als grobe Spanne und ohne Gewähr – schätzungsweise rund 3.400 bis 3.700 Euro netto. Der konkrete Wert hängt stark von den persönlichen Verhältnissen ab.

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Polizist in Schleswig-Holstein?

Der Berufseinstieg im gehobenen Dienst erfolgt meist in Besoldungsgruppe A9 mit einem Grundgehalt ab rund 4.320 Euro brutto im Monat (2026). Hinzu kommen die Polizeizulage und gegebenenfalls ein Familienzuschlag. Mit Beförderungen bis A13 sind Grundgehälter bis knapp 7.900 Euro möglich.

Wie hoch ist die Polizeizulage in Schleswig-Holstein?

Die Polizeizulage nach § 49 SHBesG ist gestaffelt: nach einem Jahr Dienstzeit rund 97 Euro, nach zwei Jahren rund 171 Euro monatlich (Stand 1. November 2024, ohne Gewähr). Maßgeblich ist Anlage 8 des Besoldungsgesetzes Schleswig-Holstein.

Wann steigt man in die nächste Erfahrungsstufe auf?

Das Grundgehalt steigt mit der Erfahrungsstufe. Die ersten Stufen werden nach kürzeren Zeitabständen erreicht, spätere Stufen nach jeweils mehreren Jahren. Zusätzlich kann man durch Beförderung in eine höhere Besoldungsgruppe aufsteigen.

Ist die Polizeizulage in Schleswig-Holstein ruhegehaltfähig?

Die Ruhegehaltfähigkeit war zeitweise abgeschafft und ist politisch umstritten. Polizeigewerkschaften fordern die Wiedereinführung. Den aktuellen Stand sollten Sie stets anhand der amtlichen Besoldungsregelung prüfen.

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