Polizist in Bremen 2026: Gehalt, Besoldung & Bedingungen

Polizist in Bremen 2026: Gehalt, Besoldung & Bedingungen

Alles über den Polizeidienst in Bremen: Besoldung, Heilfürsorge, Einstellung und Karriere.

Auf einen Blick: A9 Einstieg (gD) in Bremen: ca. 3.188 € brutto | A11: ca. 3.853 € brutto | Krankenversicherung: Heilfürsorge (100 %)

Die Polizei Bremen ist die Landespolizei des kleinsten deutschen Bundeslandes — und damit eine der überschaubarsten Polizeien Deutschlands. Der Zwei-Städte-Staat aus Bremen und Bremerhaven beschäftigt rund 3.200 Polizeibeamte, deren Einsatzspektrum vom Streifendienst über die Kriminalpolizei bis zur Hafensicherheit reicht. Für Bewerber ist Bremen aus zwei Gründen interessant: Zum einen gilt hier die freie Heilfürsorge, das Land übernimmt also die Krankheitskosten der Polizeivollzugsbeamten vollständig. Zum anderen sind die Wege in der kleinen Behörde kurz — wer sich engagiert, wird schneller sichtbar als in einem Flächenland. Die Kehrseite: weniger Stellen und kleinere Einstellungskontingente. Auf dieser Seite findest du die Besoldung nach dem Bremischen Besoldungsgesetz, ein Rechenbeispiel, die Regeln zur Krankenversicherung und den Ablauf des Einstellungsverfahrens. Dein voraussichtliches Gehalt kannst du zusätzlich im Polizei-Gehaltsrechner durchrechnen.

Besoldung: Was verdient ein Polizist in Bremen?

So liest du die Tabelle: Die Besoldungsgruppe richtet sich nach Laufbahn und Amt — A7 steht für den mittleren Dienst (mD), A9 für den Einstieg als Polizeikommissar im gehobenen Dienst (gD), A13 für den höheren Dienst (hD). Die Spalte „Brutto Einstieg (Eingangsstufe)“ zeigt das amtliche Grundgehalt der jeweiligen Eingangsstufe, noch ohne Zulagen.

Besoldungsgruppe Dienstgrad Brutto Einstieg (Eingangsstufe)
A7 Polizeimeister (mD) 2.930,00 €
A9 Polizeikommissar (gD) 3.188,26 €
A11 Polizeihauptkommissar 3.853,40 €
A13 Kriminalrat (hD) 4.970,00 €

Amtliche Werte, Stand Februar 2025 (2026 weiterhin gezahlte Tabelle). Zulagen (Polizeizulage, Schichtzulage) kommen hinzu.

Die Tabellenwerte entsprechen der amtlichen Besoldungstabelle des Landes Bremen (gültig ab 1. Februar 2025, Stand 2026 weiterhin die gezahlte Tabelle). Das Grundgehalt in A9 liegt in Stufe 1 bei 3.188,26 € brutto und steigt bis Stufe 10 auf ca. 4.075 €. A11 startet bei ca. 3.853 € (Stufe 10: ca. 5.004 €), A13 endet in Stufe 8 bei ca. 6.074 €. Alle Gruppen und Stufen zeigt die Besoldungstabelle Polizei Bremen.

Bremen besoldet nach Erfahrungsstufen, deren Anzahl je nach Besoldungsgruppe unterschiedlich ist: A7 hat 9 Stufen, A8 bis A11 haben 10 Stufen, A12 hat 9 und A13 hat 8 Stufen. Der Aufstieg in die nächste Stufe erfolgt im 2-, 3- oder 4-Jahres-Rhythmus — in A9 liegen zwischen Stufe 1 und Endstufe rund 887 € pro Monat. Die Übertragung des Tarifabschlusses 2026 auf die Bremer Beamten ist zugesagt, war aber zuletzt noch nicht gesetzlich in Kraft — bis dahin gilt die Tabelle vom Februar 2025.

Rechenbeispiel: Polizeikommissar (A9) in Bremen

Ein Beispiel nach der ab 1. Februar 2025 gültigen Tabelle: ein Polizeikommissar (A9) mit einigen Dienstjahren in Erfahrungsstufe 3, ledig, im Wach- und Wechseldienst.

  • Grundgehalt A9, Stufe 3: 3.382,71 € brutto
  • Polizeizulage (nach zwei Dienstjahren): + 127,38 €
  • Monatliche Grundbezüge: 3.382,71 € + 127,38 € = 3.510,09 € brutto

Hinzu kommen je nach Dienstplan Erschwerniszulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst — deren Höhe hängt von den geleisteten Stunden ab, Details erklärt der Beitrag zur Schichtzulage bei der Polizei. Nicht enthalten ist ein etwaiger Familienzuschlag. Alle abgeleiteten Angaben sind Näherungswerte; verbindlich ist allein der Besoldungsbescheid.

Krankenversicherung in Bremen

✅ Heilfürsorge: Als Polizeibeamter in Bremen hast du Anspruch auf Heilfürsorge — der Staat übernimmt 100 % deiner Krankheitskosten. Du brauchst keine private Krankenversicherung.

Bremen gehört damit zu den Bundesländern mit freier Heilfürsorge für Polizisten — anders als in Beihilfe-Ländern, wo Beamte einen Teil der Krankheitskosten über eine private Restkostenversicherung selbst absichern müssen. Praktisch bedeutet das: kein monatlicher PKV-Beitrag während des aktiven Dienstes. Zu beachten ist der zeitliche Rahmen: Die Heilfürsorge gilt für die Dauer des aktiven Polizeivollzugsdienstes; für den Ruhestand gelten andere Regeln (in der Regel Beihilfe). Viele Beamte sichern sich deshalb frühzeitig mit einer PKV-Anwartschaft günstige Konditionen für später.

Besonderheiten des Polizeidienstes in Bremen

Der Standort prägt den Dienst: Neben Streifen- und Ermittlungsdienst spielen Hafensicherheit und die Zusammenarbeit mit Bundesbehörden eine größere Rolle als in vielen Flächenländern.

  • Heilfürsorge für Polizeibeamte
  • Stadtstaat mit Hafenpolizei und besonderem Einsatzprofil
  • Bremerhaven als Zweitmittelpunkt
  • Enge Zusammenarbeit mit Bundespolizei im Hafenbereich

Einstellung & Bewerbung

Die Bewerbung läuft direkt über die Polizei Bremen. Weil der Stadtstaat nur ein kleines Einstellungskontingent hat, lohnt es sich, die Ausschreibungen früh zu beobachten und die Unterlagen rechtzeitig vollständig einzureichen. Wer Alternativen prüfen will, kann sich parallel in Nachbarländern oder beim Bund bewerben — die Verfahren laufen getrennt voneinander.

Einstellungsprozess in Bremen

Der Weg zum Polizeibeamten in Bremen folgt einem klar geregelten Ablauf:

Phase Inhalt Dauer ca.
Online-Bewerbung Formular + Lebenslauf + Zeugnisse 1–2 Wochen Bearbeitungszeit
Schriftlicher Eignungstest Deutsch, Mathe, Allgemeinwissen, Logik 2–4 Stunden
Sporteignungstest Ausdauer, Kraft, Koordination 1–2 Stunden
Psychologischer Test Persönlichkeit, Belastbarkeit 1–2 Stunden
Medizinische Untersuchung Sehvermögen, Allgemeingesundheit 1 Tag

Zur Einordnung: Die Phasen bauen aufeinander auf — wer eine Stufe nicht besteht, scheidet in der Regel aus. Zwischen den Terminen können Wochen liegen, sodass das gesamte Verfahren meist mehrere Monate dauert. Plane insbesondere für den Sporttest Vorbereitungszeit ein.

Bremen hat als kleinster Stadtstaat Deutschlands einen überschaubaren Polizeiapparat. Einstellungen erfolgen unregelmäßig und in kleinerer Zahl als in größeren Bundesländern. Frühzeitige Bewerbung und Eigeninitiative sind wichtig.

Höchstalter in Bremen: 34 Jahre. Bremen als Stadtstaat hat nur eine Polizeibehörde — die Polizei Bremen. Das bedeutet begrenzte Stellen, aber auch kurze Wege in der Karriere.

Was bleibt netto? Bremen im Vergleich

Drei Faktoren bestimmen, was ein Polizeikommissar in Bremen effektiv behält:

  • Grundgehalt: A9 Stufe 1 liegt in Bremen bei ca. 3.188 € brutto (Tabelle gültig ab 1. Februar 2025).
  • Abzüge: Als Beamter zahlst du keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung — vom Brutto bleibt daher deutlich mehr übrig als bei Angestellten mit gleichem Gehalt.
  • Krankenversicherung: Dank Heilfürsorge übernimmt der Staat 100 % deiner Krankheitskosten direkt. Du sparst damit ca. 150–250 € pro Monat gegenüber Beihilfe-Bundesländern wie Bayern oder Hessen.

Im Bundesländer-Vergleich liegt Bremen beim A9-Einstiegsgehalt am unteren Ende: Nach den 2026 gezahlten Tabellen zahlt keine andere Landespolizei in der Eingangsstufe weniger. Der direkte Nachbar Hamburg zahlt beim Grundgehalt etwas mehr: A9 Stufe 1 liegt dort bei ca. 3.323 € gegenüber ca. 3.188 € in Bremen. Neben dem Grundgehalt spielen Zulagen (Polizeizulage, Schichtzulage, Gefahrenzulage) eine wichtige Rolle — diese können 200–400 € monatlich ausmachen.

Praktische Aspekte des Polizeialltags in Bremen

Gibt es in Bremen besondere Einsatzbereiche für die Polizei?

Als Hafenstadt und Binnenhafen-Bundesland hat Bremen spezifische Schwerpunkte: Hafensicherheit (Bremerhaven), grenznahe Kriminalität, und die Präsenz als Bundesland mit hohem Migrantenanteil. Diese Besonderheiten machen den Polizeidienst in Bremen vielseitig.

Wie ist die Karrieresituation bei der kleinen Bremer Polizei?

Die geringe Größe der Polizei Bremen (ca. 3.200 Beamte) hat Vor- und Nachteile. Vorteil: kürzere Dienstwege, direkterer Kontakt zu Führungspersonen. Nachteil: weniger Stellen, teils lange Wartezeiten auf bestimmte Positionen. Wer gezielt in spezialisierte Einheiten (SEK, Kriminalpolizei) möchte, hat mit weniger internem Wettbewerb zu rechnen.

Häufige Fragen zum Polizeidienst in Bremen

Hat Bremen Heilfürsorge für Polizisten?

Ja — Polizeibeamte in Bremen haben Anspruch auf Heilfürsorge. Der Staat übernimmt 100 % der Krankheitskosten direkt, ohne dass du eine private Krankenversicherung benötigst. Das ist ein signifikanter finanzieller Vorteil gegenüber Beihilfe-Bundesländern.

Was verdient ein Polizeikommissar in Bremen?

Nach der ab 1. Februar 2025 gültigen Bremer Besoldungstabelle liegt das Grundgehalt in A9 Stufe 1 bei ca. 3.188 € brutto pro Monat und steigt bis zur Endstufe 10 auf ca. 4.075 €. Hinzu kommen Polizeizulage sowie gegebenenfalls Schicht- und Familienzuschläge.

Wie steigt das Gehalt mit den Dienstjahren?

Bremen besoldet nach Erfahrungsstufen: A7 hat 9 Stufen, A8 bis A11 haben 10, A12 hat 9 und A13 hat 8 Stufen. Der Stufenaufstieg erfolgt im 2-, 3- oder 4-Jahres-Rhythmus. In A9 wächst das Grundgehalt so von ca. 3.188 € (Stufe 1) auf ca. 4.075 € (Stufe 10).

Wie unterscheidet sich das Bremer Polizei-Studium von anderen Bundesländern?

Bremen entsendet Kommissars-Anwärter teils in Kooperationsmodelle mit anderen Stadtstaaten (Hamburg, Berlin). Das Studium dauert 3 Jahre und endet mit einem Bachelor of Laws oder Bachelor of Arts in Polizeivollzugsdienst. Die Ausbildungsqualität ist vergleichbar mit anderen norddeutschen Ländern.

Kann ich mich gleichzeitig in mehreren Bundesländern bewerben?

Ja — und das ist sinnvoll, besonders wenn du im Grenzgebiet lebst. Die Einstellungsverfahren sind voneinander unabhängig. Bedenke dabei: unterschiedliche Besoldungsgesetze, Krankenversicherungssysteme (Heilfürsorge vs. Beihilfe) und Höchstaltersgrenzen. Bremen und Nachbarländer im Vergleich aufstellen, bevor du dich entscheidest.

Wie alt darf ich bei der Einstellung in Bremen höchstens sein?

Das Höchstalter für die Einstellung in den Polizeivollzugsdienst in Bremen liegt bei 34 Jahren. Wer sich dieser Grenze nähert, sollte sich frühzeitig bewerben — auch weil das Auswahlverfahren mehrere Monate dauern kann.

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