
Polizeibeamter Gehalt 2026: Besoldung, Zulagen & Tabellen
Was verdient ein Polizist wirklich? Hier findest du aktuelle Besoldungstabellen, Einstiegsgehälter und alle Zulagen für Polizeibeamte in allen Bundesländern.
Polizeibeamte werden nicht nach Tarifvertrag bezahlt, sondern nach Besoldungsgesetz. Ihr Gehalt heißt deshalb Besoldung und setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: dem Grundgehalt (bestimmt durch Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe), dem Familienzuschlag und verschiedenen Zulagen wie der Polizeizulage oder Schichtzulagen. Da Besoldung Ländersache ist, hat jedes Bundesland eine eigene Tabelle – dieselbe Besoldungsgruppe kann in zwei Ländern mehrere hundert Euro auseinanderliegen.
Nach den Besoldungsanpassungen 2025/2026 liegt das Grundgehalt beim Einstieg in den gehobenen Dienst (A9) je nach Dienstherr zwischen rund 3.185 und 3.555 € brutto; bei der Bundespolizei sind es 3.551,63 €. Auf dieser Seite findest du die Einstiegsgehälter nach Laufbahn, den Ländervergleich, alle wichtigen Zulagen und ein durchgerechnetes Praxisbeispiel. Für deine persönliche Konstellation empfiehlt sich zusätzlich der Polizei-Gehaltsrechner.
Wie viel verdient ein Polizist? Die Antwort in Zahlen
Kurz gesagt: Ein Polizist verdient 2026 beim Einstieg in den mittleren Dienst (A7) zwischen 2.891,11 € und 3.220,85 € brutto im Monat, beim Einstieg in den gehobenen Dienst (A9) zwischen 3.188,26 € und 3.551,63 € — je nach Dienstherr und Tabellenstand. Am Ende der Laufbahn stehen als Polizeihauptkommissar (A11, Endstufe) 5.003,54 € bis 5.611,55 € und als Polizeirat (A13, Endstufe) 6.074,29 € bis 6.806,11 €. Hinzu kommen in jedem Fall die Polizeizulage (je nach Dienstherr rund 127 bis 228 € nach zwei Dienstjahren), der Familienzuschlag für Verheiratete und Eltern sowie Schicht- und Erschwerniszulagen je nach Dienstplan.
- Anwärter: 1.457,11 €–1.643,69 € Anwärtergrundbetrag in den Ländern (mittlerer bis gehobener Dienst), beim Bund 1.560,06 € bzw. 1.846,85 € (Stand September 2026)
- Berufseinstieg gehobener Dienst (A9): 3.188,26 €–3.551,63 € Grundgehalt + Polizeizulage
- Nach 15–20 Jahren (A11, Endstufe): 5.003,54 €–5.611,55 € Grundgehalt
- Höherer Dienst (A13, Endstufe): 6.074,29 €–6.806,11 € Grundgehalt
Alle Werte sind Bruttobeträge aus den aktuell gezahlten amtlichen Besoldungstabellen (Stand je Dienstherr zwischen Juli 2024 und Mai 2026, ohne Gewähr). Weil Beamte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bleibt netto deutlich mehr übrig als bei Angestellten mit gleichem Brutto — das Rechenbeispiel weiter unten zeigt es an einem Polizeikommissar in NRW. Die folgenden Abschnitte schlüsseln die Zahlen nach Laufbahn, Bundesland und Zulagen auf.
Heilfürsorge oder Beihilfe? Das entscheidet dein Land
Wer deine Arztrechnungen trägt, legt jedes Bundesland selbst fest. In NRW übernimmt der Dienstherr die Krankheitskosten über die freie Heilfürsorge, in Bayern erstattet dir im Einzeldienst die Beihilfe in der Regel 50 %, ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern 70 %, und den Rest sicherst du selbst ab. Auch die Heilfürsorge gilt nur, solange du Besoldung erhältst – spätestens mit der Pension brauchst du eine Anschlusslösung. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einer kostenlosen Erstinformation für dein Bundesland.
Einstiegsgehalt Polizei 2026 nach Laufbahn
Je nach Laufbahn unterscheidet sich das Einstiegsgehalt erheblich. Die Besoldungsgruppe hängt von der absolvierten Ausbildung oder dem Studium ab:
| Laufbahn | Besoldungsgruppe | Einstiegsgehalt (brutto) |
|---|---|---|
| Mittlerer Dienst | A7 – A9 | ca. 2.890 – 3.225 €/Monat (A7) |
| Gehobener Dienst | A9 – A13 | ca. 3.185 – 3.555 €/Monat (A9) |
| Höherer Dienst | A13 – A16 | ca. 4.875 – 5.345 €/Monat (A13) |
So liest du die Tabelle: Die Spannen zeigen die Bandbreite der amtlichen Eingangsgrundgehälter über alle Dienstherren hinweg, jeweils ohne Zulagen (Besoldungstabellen von Bund und Ländern, Stand 2026). Innerhalb dieser Spannen liegt jeder Dienstherr an einer anderen Stelle: Im mittleren Dienst (A7) beginnt das Grundgehalt je nach Dienstherr bei rund 2.890 bis 3.225 €, im gehobenen Dienst (A9) bei rund 3.185 bis 3.555 € und im höheren Dienst (A13) bei rund 4.875 bis 5.345 €. Wo genau dein Land steht, zeigen die einzelnen Besoldungstabellen – etwa die Besoldungstabelle NRW oder die Besoldungstabelle der Bundespolizei.
Polizei Besoldung nach Bundesland im Vergleich
Da die Besoldung Ländersache ist, gibt es erhebliche Unterschiede. Traditionell zahlten Hamburg und Bayern am höchsten, während ostdeutsche Bundesländer historisch etwas darunter lagen. Nach den Anpassungsrunden 2025/2026 liegen beim A9-Einstieg jedoch Länder wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen vorn.
Wie sich Besoldung, Krankenversicherung und Einstellung in den einzelnen Ländern konkret darstellen, zeigen die Länderseiten — etwa für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und das Saarland.
| Bundesland | A9 Grundgehalt (Eingangsstufe) | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Bayern | 3.294,99 € | Eigenes Stufensystem (Stufen 2–11) |
| Hamburg | 3.322,56 € | Stadtstaaten-Zulage möglich |
| Hessen | 3.456,11 € | Ballungsraumzulage Frankfurt |
| NRW | 3.438,22 € | Größtes Bundesland |
| Berlin | 3.352,48 € | Hauptstadtzulage |
Einordnung: Die Tabelle zeigt die amtlichen A9-Eingangsgrundgehälter der jeweiligen Landesbesoldungstabellen (Stand: Bayern und Hamburg Februar 2025, Hessen Juli 2026, NRW und Berlin April 2026). Zum Vergleich mit weiteren Dienstherren: In Baden-Württemberg beginnt A9 bei 3.480,07 €, in Sachsen bei 3.403,76 € – der Bund liegt mit 3.551,63 € darüber. Beachte außerdem: Einige Länder starten gar nicht bei „Stufe 1″, sondern führen ihre Raster erst ab Stufe 2 oder 3 (z. B. Bayern, NRW, Brandenburg). Einen vollständigen Überblick über alle 16 Länder bietet der große Gehaltsvergleich nach Bundesland.
Bayern ab 1. Oktober 2026: Die bayerischen Beträge auf dieser Seite stammen aus der Tabelle vom 1. Februar 2025, die bis 30. September 2026 gezahlt wird. Ab 1. Oktober 2026 zahlt das Landesamt für Finanzen die Grundgehälter im Vorgriff um 2,82 % erhöht, die Polizeizulage steigt auf 95,74 € bzw. 191,52 € (bisher 93,11 € bzw. 186,27 €) – vorbehaltlich der Verabschiedung des Gesetzes (Drs. 19/12912). Die Vorgriffswerte stehen in der Besoldungstabelle Polizei Bayern.
Zulagen für Polizeibeamte
Das Grundgehalt ist nur ein Teil der Gesamtvergütung. Polizeibeamte erhalten je nach Dienst und Situation verschiedene Zulagen:
- Familienzuschlag: Für verheiratete Beamte und Beamte mit Kindern. Pro Kind kommt ein kinderbezogener Anteil hinzu; die Beträge legt jeder Dienstherr in seiner Familienzuschlagstabelle fest.
- Polizeizulage: Stellenzulage für Beamte im Vollzugsdienst. Beim Bund 95,00 € nach einem und 228,00 € monatlich nach zwei Dienstjahren (Anlage IX BBesG); die Länder zahlen eigene, meist niedrigere Sätze (z. B. Bayern 186,27 €, NRW 130,56 € voller Satz).
- Wechselschichtzulage: Für ständigen Wechselschichtdienst mit Nachtarbeit; die Höhe legt jeder Dienstherr fest (Beispiel NRW unten).
- Erschwerniszulage: Für besonders belastende Dienstleistungen (z. B. SEK, Tauchereinsatz).
- Ballungsraumzulage: In teuren Großstädten wie München, Frankfurt oder Hamburg.
In der Praxis machen diese Posten den Unterschied zwischen zwei Kollegen mit identischer Besoldungsgruppe aus: Wer im Wechselschichtdienst auf der Wache arbeitet, verheiratet ist und Kinder hat, kommt schnell auf mehrere hundert Euro mehr im Monat als ein lediger Kollege im Tagesdienst. Details zu Nacht-, Wochenend- und Feiertagszuschlägen findest du im Beitrag zur Schichtzulage bei der Polizei.
Familienzuschlag: Was bekommen verheiratete Polizisten?
Beamte mit Kindern profitieren deutlich vom Familienzuschlag. Ein Beispiel: Ein verheirateter Polizist (A9, Stufe 3) mit zwei Kindern erhält gegenüber einem ledigen Kollegen ohne Kinder zusätzlich den Familienzuschlag für Verheiratete und für jedes Kind einen Kinderanteil. Wie hoch beide ausfallen, steht in der Familienzuschlagstabelle seines Dienstherrn – die Beträge unterscheiden sich von Land zu Land.
Rechenbeispiel: Polizeikommissar (A9) in NRW
Wie sich Grundgehalt und Zulagen zu einem Monatsbrutto zusammensetzen, zeigt dieses Beispiel: ein lediger Polizeikommissar in Nordrhein-Westfalen, Eingangsstufe 3, im Streifendienst mit Wechselschicht (Landestabelle mit Wirkung zum 1. April 2026):
- Grundgehalt A9, Erfahrungsstufe 3 (Eingangsstufe in NRW): 3.438,22 €
- Polizeizulage NRW (voller Satz nach zwei Dienstjahren, § 49 LBesG NRW): + 130,56 €
- Zwischensumme: 3.568,78 €
- Wechselschichtzulage bei ständigem Wechselschichtdienst: 102,26 € (§ 20 Abs. 1 EZulV NRW), neben der Polizeizulage nur zur Hälfte (§ 20 Abs. 4 EZulV NRW): + 51,13 €
- Monatsbrutto gesamt: 3.619,91 €
Heiratet der Beamte und bekommt zwei Kinder, kommen – wie oben beschrieben – noch der Familienzuschlag und die Kinderanteile nach der NRW-Tabelle hinzu. Und mit den Dienstjahren wächst das Grundgehalt automatisch weiter: In der Endstufe (in NRW Stufe 11) liegt es bei A9 bei 4.295,45 €. Da Beamte keine Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen, fällt das Netto zudem spürbar höher aus als bei Angestellten mit gleichem Brutto.
Gehaltsentwicklung: Wie steigt das Gehalt im Laufe der Dienstzeit?
Das Grundgehalt steigt automatisch mit den Erfahrungsstufen – ganz ohne Beförderung. Wie viele Stufen es gibt, regelt jedes Land selbst: Einige arbeiten mit acht Stufen (z. B. Hamburg und Berlin; Hessen seit 2026 mit den Stufen 2 bis 8), andere strecken ihr Raster bis Stufe 11 oder 12 (z. B. Bayern, NRW, Brandenburg, Schleswig-Holstein). Der Aufstieg erfolgt meist im Rhythmus von zwei, drei oder – in den oberen Stufen – vier Jahren. In der Besoldungsgruppe A9 wächst das Grundgehalt von der Eingangs- bis zur Endstufe je nach Bundesland um rund 760 bis 1.050 € brutto monatlich. Beförderungen in höhere Besoldungsgruppen erhöhen das Gehalt zusätzlich – welche Ämter auf dem Weg von A7 bis A16 erreichbar sind, zeigt der Beitrag zum Aufstieg bei der Polizei.
Gehalt in besonderen Verwendungen
Eine eigene Besoldung für einzelne Dienstzweige gibt es nicht — wer im Streifendienst, bei der Autobahnpolizei oder in der Kriminalpolizei arbeitet, wird nach derselben Besoldungsordnung A bezahlt. Der Unterschied entsteht an zwei Stellen: über die Besoldungsgruppe, in der eine Stelle bewertet ist, und über die Zulagen, die zur jeweiligen Verwendung gehören.
Kriminalbeamte werden nach denselben Gruppen besoldet wie ihre uniformierten Kolleginnen und Kollegen; Unterschiede im Verdienst kommen daher, dass Kriminaldienststellen häufiger im gehobenen Dienst angesiedelt sind und die Polizeizulage anders zum Tragen kommt. Einzelheiten stehen unter Kriminalpolizei Gehalt.
Bei der Autobahnpolizei ist es der Schichtdienst, der den Ausschlag gibt: Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienst wird über Erschwerniszulagen vergütet, die im Monatsvergleich deutlich schwanken. Wie sich das zusammensetzt, steht unter Autobahnpolizei und Schichtzulage. Für Spezialverwendungen gilt dasselbe Prinzip — nachzulesen im Überblick Spezialeinheiten der Polizei.
Dienstunfähig vor der Wartezeit: Entlassung statt Pension
Im Beamtenverhältnis auf Widerruf wirst du bei dauernder Dienstunfähigkeit entlassen. Im Beamtenverhältnis auf Probe kommst du nur in den Ruhestand, wenn die Dienstunfähigkeit auf den Dienst zurückgeht – oder, bei anderer Ursache, wenn du die versorgungsrechtliche Wartezeit erfüllt hast und dein Dienstherr sich dafür entscheidet. Sonst folgt die Entlassung; statt einer Pension gibt es dann in der Regel nur die Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einer kostenlosen Erstinformation zur Absicherung bei Dienstunfähigkeit.
Polizei Grundgehalt 2026 nach Besoldungsgruppe
Die Bundesbesoldung gibt einen bundesweiten Orientierungsrahmen vor; die Länder besolden nach eigenem Recht und weichen davon um einige Prozent ab. Die folgende Übersicht zeigt die amtlichen Grundgehälter des Bundes (Stand Mai 2026) je Besoldungsgruppe mit typischen Dienstgraden — vom Polizeimeister (A7) im mittleren Dienst bis zum Leitenden Polizeidirektor (A16) im höheren Dienst.
| Besoldungsgruppe | Dienstgrad (Beispiel) | Grundgehalt Stufe 1 (Bund) | Grundgehalt Stufe 8 (Bund) |
|---|---|---|---|
| A7 | Polizeimeister (PM) | 3.138,37 € | 3.900,87 € |
| A8 | Polizeiobermeister (POM) | 3.307,17 € | 4.216,64 € |
| A9 | Polizeihauptmeister / Polizeikommissar | 3.551,63 € | 4.535,33 € |
| A10 | Polizeioberkommissar (POK) | 3.785,90 € | 5.055,47 € |
| A11 | Polizeihauptkommissar (PHK) | 4.295,50 € | 5.611,55 € |
| A12 | Kriminalhauptkommissar (KHK) | 4.589,29 € | 6.157,12 € |
| A13 | Polizeirat / Erster PHK | 5.343,23 € | 6.806,11 € |
| A14 | Polizeioberrat | 5.488,61 € | 7.383,21 € |
| A15 | Polizeidirektor | 6.659,23 € | 8.308,00 € |
| A16 | Leitender Polizeidirektor | 7.323,25 € | 9.229,88 € |
So liest du die Tabelle: Jede Zeile steht für eine Besoldungsgruppe, also ein Amt mit zugehörigem Dienstgrad. „Stufe 1“ zeigt das Grundgehalt beim Einstieg in die Gruppe, „Stufe 8“ den Wert nach vielen Dienstjahren. Praktisch heißt das: Zwischen Einstieg und Endstufe liegen je nach Gruppe zwischen rund 760 Euro (A7) und gut 1.900 Euro (A16), die allein durch Dienstzeit erreicht werden — ganz ohne Beförderung.
Wichtig für die Einordnung: Die Tabelle zeigt die amtlichen Werte der Bundesbesoldung, Stand Mai 2026. Weitere Details und alle Erfahrungsstufen für den Bund findest du in der Besoldungstabelle Bundespolizei. Außerdem nutzt nicht jedes Land das 8-Stufen-Modell des Bundes: Bayern führt die Stufen 2 bis 11, Baden-Württemberg geht bis Stufe 10, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sogar bis Stufe 12. Die Endstufe eines Landes kann daher über dem hier gezeigten Stufe-8-Wert liegen.
Netto-Gehalt: Was bleibt wirklich übrig?
Beamte zahlen keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung — das erhöht das Nettogehalt spürbar im Vergleich zu Angestellten mit gleichem Brutto. Dafür organisieren Polizisten ihre Krankenversicherung selbst: Je nach Bundesland erhalten Polizeivollzugsbeamte freie Heilfürsorge oder Beihilfe plus private Krankenversicherung — welche Länder was gewähren, zeigt der Ratgeber Freie Heilfürsorge Polizei. Wie sich das konkret rechnet, zeigt das folgende Beispiel.
Rechenbeispiel: Polizeikommissar (A9) netto
Angenommen wird ein lediger Polizeikommissar (A9, Stufe 4) in Bayern, Steuerklasse I, ohne Kinder, ohne Kirchensteuer, privat krankenversichert mit 50 Prozent Beihilfe — denn in Bayern erhalten aktive Polizeivollzugsbeamte Beihilfe plus private Restkostenversicherung, keine dauerhafte freie Heilfürsorge (nur Anwärter haben während der Ausbildung freie Heilfürsorge). Der Rechenweg: 3.535,90 Euro Grundgehalt (amtliche bayerische Tabelle, Stand Februar 2025, gezahlt bis 30.09.2026) plus 186,27 Euro Polizeizulage (voller Satz nach zwei Dienstjahren) ergeben 3.722,17 Euro brutto. Davon geht im Modell nach dem amtlichen Lohnsteuer-Programmablaufplan 2026 nur die Lohnsteuer von ca. 690 Euro ab — Solidaritätszuschlag fällt unterhalb der Freigrenze nicht an, Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen Beamte nicht. Es bleiben ca. 3.030 Euro netto (Modellrechnung, gerundet); der PKV-Beitrag von z. B. ca. 280 Euro ist darin noch nicht abgezogen:
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Grundgehalt A9 Stufe 4 (Bayern, Stand Februar 2025) | + 3.535,90 € |
| Polizeizulage Bayern (nach zwei Dienstjahren) | + 186,27 € |
| Brutto gesamt | = 3.722,17 € |
| Lohnsteuer (StKl I, keine Kinder, PAP 2026) | − ca. 690 € |
| Soli / Renten- / Arbeitslosenversicherung | − 0 € |
| Netto ca. (Modellrechnung, vor PKV-Beitrag) | ≈ 3.030 € |
Kommen eine Schichtzulage und der Familienzuschlag für ein Kind hinzu, steigen Brutto und Netto entsprechend – wie stark, hängt vom Dienstplan und von der Familienzuschlagstabelle des Freistaats ab.
Grundgehalt und Polizeizulage entsprechen den amtlichen Werten der bayerischen Besoldungstabelle (Stand Februar 2025); Lohnsteuer und Netto sind gerundete ca.-Werte der Modellrechnung. Individuelle Faktoren wie Kirchensteuer, Kinder oder der konkrete PKV-Tarif verschieben das Ergebnis — der Rechenweg bleibt derselbe.
Jahresgehalt: was im Jahr zusammenkommt
Das Jahresgehalt eines Polizisten ist nicht einfach das zwölffache Monatsgrundgehalt. Vier Bestandteile kommen zusammen, und nur der erste ist in jeder Tabelle nachlesbar:
- Grundgehalt — zwölf Monatsbeträge nach Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe. Die aktuellen Werte aller sechzehn Länder und des Bundes stehen im Gehaltsvergleich nach Bundesland.
- Polizeizulage — monatlich, in der Höhe je nach Dienstherr unterschiedlich, und nicht überall ruhegehaltfähig. Einzelheiten unter Polizeizulage.
- Erschwerniszulagen — für Dienst zu ungünstigen Zeiten. Sie machen den Unterschied zwischen zwei Beamten derselben Besoldungsgruppe aus und schwanken von Monat zu Monat: Schichtzulage, Gefahrenzulage.
- Sonderzahlung — das frühere Weihnachtsgeld. Ob und in welcher Höhe es gezahlt wird, hat jedes Land eigenständig geregelt; in einigen ist es in die Monatsbezüge eingerechnet, in anderen entfallen.
Wer sein Jahresgehalt überschlagen will, rechnet deshalb sinnvollerweise vom Nettobetrag eines durchschnittlichen Monats hoch und addiert die Sonderzahlung separat — nicht vom Bruttogrundgehalt aus, weil dabei sowohl die Zulagen als auch die günstige Abgabenlast der Beamtenbesoldung unter den Tisch fallen.
Die Spitze der Laufbahn
Nach oben endet die Polizeibesoldung nicht bei A13. Der höhere Dienst reicht über A14 und A15 bis A16, und die Leitungsfunktionen der Landespolizeien — Landespolizeipräsident oder Landespolizeidirektor je nach Landesbezeichnung — sind in der Regel in der Besoldungsordnung B angesiedelt, also außerhalb der Erfahrungsstufen-Systematik. Diese Ämter werden nicht durch Beförderung im Regelverlauf erreicht, sondern über den höheren Dienst und eine entsprechende Auswahl; die Zahl der Stellen ist landesweit zweistellig. Der Weg dorthin führt über Polizeirat und ist im Ratgeber Polizeilaufbahn beschrieben.
Häufige Fragen zum Polizistengehalt
Was verdient ein Polizist im ersten Jahr?
Im ersten Dienstjahr nach Ausbildung bzw. Studium liegt das Grundgehalt je nach Dienstherr (Bund oder Bundesland) und Laufbahn zwischen rund 2.890 € (mittlerer Dienst, A7) und rund 3.555 € (gehobener Dienst, A9) brutto. Während der Ausbildung selbst werden niedrigere Anwärterbezüge gezahlt. Hinzu kommen Zulagen wie die Polizeizulage.
In welchem Bundesland verdient man als Polizist am meisten?
Traditionell galten Bayern und Hamburg als Spitzenreiter. Nach den Besoldungsanpassungen 2025/2026 liegen beim A9-Einstieg Baden-Württemberg (3.480,07 €), Nordrhein-Westfalen (3.438,22 €) und Sachsen (3.403,76 €) vorn; die Bundespolizei zahlt mit 3.551,63 € noch darüber. Beim Vergleich solltest du allerdings auch die regionalen Lebenshaltungskosten berücksichtigen.
Wie viel verdient ein Polizist mit Kindern?
Mit zwei Kindern und Verheirateten-Status bekommt ein Polizist (A9, Stufe 3) mehr als ein lediger Kollege ohne Kinder: den Familienzuschlag und für jedes Kind einen Kinderanteil. Die Beträge legt jeder Dienstherr selbst fest; netto kann zusätzlich die Steuerklasse eine Rolle spielen.
Wie stark steigt das Gehalt mit den Dienstjahren?
Innerhalb der Besoldungsgruppe A9 wächst das Grundgehalt von der Eingangs- bis zur Endstufe je nach Bundesland um rund 760 bis 1.050 € brutto im Monat. Der Stufenaufstieg erfolgt automatisch nach Dienstzeit; Beförderungen in höhere Besoldungsgruppen kommen hinzu.
Warum bleibt Polizisten netto mehr vom Brutto als Angestellten?
Beamte zahlen keine Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die Krankenversicherung läuft je nach Bundesland über die freie Heilfürsorge oder über Beihilfe plus private Restkostenversicherung. Dadurch bleibt vom gleichen Brutto deutlich mehr Netto übrig als bei Tarifbeschäftigten.
Was ist die Polizeizulage und wer bekommt sie?
Die Polizeizulage ist eine Stellenzulage für Beamte im Polizeivollzugsdienst. Beim Bund beträgt sie 95,00 € monatlich nach einem und 228,00 € nach zwei Dienstjahren; die Länder legen eigene, meist niedrigere Beträge fest. Sie wird zusätzlich zum Grundgehalt gezahlt.
Weiterführende Informationen
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