Polizeistudierende in schlichter Uniform auf dem Hof einer Ausbildungsstätte

Bundespolizei Studium: Diplom, Dauer, Voraussetzungen und Bezahlung

Von der Bewerbung bis zum Eingangsamt A 9.

Das Bundespolizei Studium ist ein duales Studium: Es dauert drei Jahre und läuft als Diplomstudiengang an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl und Lübeck. Du schließt als Diplom-Verwaltungswirtin oder Diplom-Verwaltungswirt (FH) ab und beginnst danach als Polizeikommissarin oder Polizeikommissar im Eingangsamt A 9. Die Bundespolizei bezahlt dich vom ersten Tag an, denn du studierst als Beamtin oder Beamter auf Widerruf mit der Dienstbezeichnung Polizeikommissaranwärterin oder Polizeikommissaranwärter.

Beide Laufbahnen im Vergleich findest du unter Ausbildung bei der Bundespolizei.

Am Ende steht ein Diplom, kein Bachelor

Der Studiengang heißt „Polizeivollzugsdienst in der Bundespolizei“ und führt laut Verordnung zum Diplom, nicht zum Bachelor. Die Bundespolizei beschreibt den Aufbau zwar als am Bachelorstudiengang orientiert, nennt als Titel aber ebenfalls das Diplom. Die Hochschule führt das Angebot als praxisintegrierendes Vollzeitstudium mit sechs Semestern Regelstudienzeit.

Der Abschluss verschafft dir zugleich die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Polizeivollzugsdienstes. Beispiel: Lena beginnt 2027, besteht die Laufbahnprüfung im Sommer 2030 und erhält zwei Dokumente, das Abschlusszeugnis des Prüfungsamts und die Urkunde der Hochschule über ihren Grad.

Fachlich reicht der Stoff von Rechtswissenschaften und Psychologie über Politik bis zur Einsatz- und Führungslehre.

Voraussetzungen für das Bundespolizei Studium

Die Tabelle fasst Verordnungen, die Ausschreibung zum 1. September 2026, eine Anzeige für 2027 und die Infoblätter der Bundespolizei zusammen. Vergleiche sie vor deiner Bewerbung mit den aktuellen Voraussetzungen auf den Karriereseiten der Bundespolizei. Details zu den Gesundheitswerten findest du bei Sehtest und Augen und Gesundheitsprüfung.

Punkt Anforderung
Schulabschluss Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife mit bundesweiter Studienberechtigung
Schulnoten Sport mindestens „befriedigend“, Deutsch und Englisch mindestens „ausreichend“, außerdem Verständigung auf Englisch
Alter Unter 34 Jahre am Einstellungstag; keine Höchstgrenze für Soldaten auf Zeit mit mindestens acht Jahren Dienstzeit
Staatsangehörigkeit Deutsch im Sinne von Art. 116 GG oder eine andere EU- oder EFTA-Staatsangehörigkeit
Nachweise Fahrerlaubnis Klasse B, in der Regel schon bei der Einstellung. Schwimmabzeichen in Bronze oder vergleichbarer Nachweis: Der Bewerbung legst du ihn laut Dokumentenseite der Bundespolizei bei, die Verordnung verlangt ihn in der Regel zur Einstellung
Persönliches Keine Vorstrafen, wirtschaftlich geordnete Verhältnisse
Gesundheit BMI von 18 bis 27,5, keine Farbsinnstörung; Sehschärfe je Auge unkorrigiert mindestens 50 Prozent, ab dem 20. Geburtstag mindestens 30 Prozent, korrigiert mindestens 80 Prozent

Gilt bei Führerschein oder Schwimmabzeichen eine Ausnahme, musst du die Nachweise bis zum Ende des Grundstudiums vorlegen. Sonst folgt die Entlassung. Die FAQ der Bundespolizei nennt den Führerschein nicht als Voraussetzung für die Bewerbung, verlangt ihn aber spätestens zum Ende des Grundstudiums.

Beim Alter gibt es Spielraum: Mutterschutz, Kinderbetreuung und Pflege heben die Grenze an, absolut bis unter 42 Jahre. Marc, 36, Mechatroniker mit fünf Jahren Berufserfahrung, hat solche Zeiten nicht und ist auf eine Ausnahme des Bundespolizeipräsidiums angewiesen. Das Präsidium kann sie bei erheblichem dienstlichem Interesse zulassen, wenn ein besonders förderlicher Abschluss und mindestens drei Jahre einschlägige Erfahrung vorliegen, muss es aber nicht.

Bewerbung und Auswahlverfahren bei der Bundespolizei

Die Bundespolizei nimmt Bewerbungen ganzjährig an, wenn sie mindestens sieben Monate vor dem Wunschtermin eingehen. Für den gehobenen Dienst nennt sie den 1. September als Beginn und jeweils den 31. Januar als Bewerbungsschluss. Lena, 19, hat Fachabitur mit bundesweiter Studienberechtigung, will im September 2027 beginnen und prüft vor der Bewerbung Sportnote und Schwimmabzeichen.

Frist für 2027: Für den Beginn am 1. September 2027 nennt eine Anzeige der Bundespolizeidirektion Berlin den 31. Januar 2027. Die Einladung folgt in der Regel vier bis acht Wochen nach der Bewerbung. Feste Zusagetermine gibt es nicht. Unterlagen und Einzelschritte stehen unter Bewerbung bei der Bundespolizei.

Das Auswahlverfahren dauert bis zu vier Tage. Es umfasst einen Intelligenz- und Deutschtest mit Kurzaufsatz, einen Sporttest mit Koordinationstest, Pendellauf und 12-Minuten-Lauf, ein Assessment-Center mit Gruppendiskussion, Kurzvortrag und Interview sowie die polizeiärztliche Untersuchung. Für Aufgaben und Training lies weiter beim Einstellungstest der Bundespolizei.

In jedem Abschnitt musst du Mindestwerte erreichen. Das Gesamtergebnis bilden schriftlicher und mündlicher Teil, wobei der schriftliche höchstens 30 Prozent zählt. Danach stellt die Bundespolizeiakademie nach Rangfolge ein.

Vertrauenswürdigkeitsprüfung nach § 76 Bundespolizeigesetz

Seit dem 28. Oktober 2026 regelt das Bundespolizeigesetz eine Prüfung grundsätzlich für alle, die eingestellt werden sollen. Sie klärt, ob Zweifel an deiner Vertrauenswürdigkeit bestehen, vor allem daran, ob du jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung eintrittst.

Du gibst an, ob du Beziehungen zu kriminellen oder terroristischen Vereinigungen hast oder zu Gruppen und Personen, bei denen tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen im Sinne des Bundesverfassungsschutzgesetzes vorliegen. Außerdem beantragst du ein Führungszeugnis und gibst eine Ablichtung deines Ausweises und ein aktuelles digitales Lichtbild ab. Hat Lena eine eigene Internetseite oder ein Profil in einem sozialen Netzwerk, gibt sie auch dies samt Nutzernamen an, und die Bundespolizei darf öffentlich zugängliche Plattformen auswerten.

Ist die Prüfung nicht ohne Zweifel abgeschlossen, darf die Bundespolizei grundsätzlich nicht einstellen. Nur bei dringendem Bedarf geht das vorab auf Widerruf. Die Prüfung muss dann binnen sechs Monaten enden.

Duales Studium bei der Bundespolizei: Ablauf und Standorte

Die Verordnung teilt die 36 Monate je zur Hälfte in Fachstudium und berufspraktische Zeiten. Das Merkblatt der Bundespolizei (Dateistand Oktober 2024) nennt dazu Monate und Orte. Die Jahreszahlen gelten für einen Beginn am 1. September 2027.

Phase Dauer Zeitraum und Ort
Basisausbildung 4 Monate Sep. bis Dez. 2027, Aus- und Fortbildungszentrum
Grundstudium 6 Monate Jan. bis Juni 2028, Brühl
Praxisbezogene Lehrveranstaltung I 3 Monate Juli bis Sep. 2028, Aus- und Fortbildungszentrum
Praktische Verwendung I 3 Monate Okt. bis Dez. 2028, Dienststellen
Hauptstudium I 4 Monate Jan. bis Apr. 2029, Lübeck
Praxisbezogene Lehrveranstaltung II 2 Monate Mai bis Juni 2029, Aus- und Fortbildungszentrum
Praktische Verwendung II 2 Monate Juli bis Aug. 2029, Dienststellen
Hauptstudium II 4 Monate Sep. bis Dez. 2029, Lübeck
Führungspraktikum (praktische Verwendung III) 4 Monate Jan. bis Apr. 2030, Dienststellen
Hauptstudium III 4 Monate Mai bis Aug. 2030, Lübeck

Das Grundstudium findet in Brühl statt und das modulare Hauptstudium in Lübeck. Dort lernst du gemeinsam mit Aufstiegsbeamtinnen und -beamten aus dem mittleren Dienst. Ab dem Hauptstudium I läuft das Polizeitraining als eigenes Modul mit.

Deine Praxisphasen verbringst du zum Beispiel an Dienststellen für Bahn, Luftsicherheit oder Grenze, in Aus- und Fortbildungszentren und an der Bundespolizeiakademie. Lena stünde schon im Oktober 2028 im Kontroll- und Streifendienst, bevor sie das Hauptstudium beginnt. Wie Dienste und Schichten laufen, erklärt der Beitrag zum Schichtdienst bei der Polizei.

Was in den Prüfungen zählt und was beim Durchfallen passiert

Am Ende des Grundstudiums schreibst du in der Zwischenprüfung vier Klausuren von je 180 Minuten. Du bestehst, wenn mindestens drei davon je fünf von 15 Rangpunkten erreichen und der Schnitt mindestens fünf beträgt. Schreibt Lena 7, 6, 5 und 4 Punkte, hat sie bestanden: Drei Klausuren erreichen die Marke und der Schnitt liegt bei 5,5.

Die Laufbahnprüfung heißt Diplomprüfung und umfasst zwei schriftliche Prüfungen, zwei praktische Prüfungen, die Diplomarbeit und die mündliche Abschlussprüfung. Am stärksten zählen die mündliche Prüfung mit 24 Prozent und die Diplomarbeit mit 20 Prozent der Abschlussnote. Die Arbeit läuft von Hauptstudium II bis Hauptstudium III mit, und du hast dafür in der Regel fünf Monate Zeit.

Jede nicht bestandene Prüfung darfst du einmal wiederholen und ein zweites Mal nur in begründeten Ausnahmefällen, die das Bundesministerium des Innern zulässt. Scheiterst du endgültig, endet dein Beamtenverhältnis mit dem Tag, an dem du das Ergebnis erfährst. Wer erst nach der mündlichen Abschlussprüfung endgültig scheitert, kann die Befähigung für den mittleren Polizeivollzugsdienst zuerkannt bekommen.

Gehalt im Studium, Polizeizulage und Heilfürsorge

Im Studium erhältst du Anwärterbezüge nach dem Bundesbesoldungsgesetz. Das Gesetz nennt für den gehobenen Dienst einen Anwärtergrundbetrag von 1.744,22 Euro im Monat. Die Bundespolizei nennt als Nettobeispiel 1.643 Euro für einen ledigen Polizeikommissaranwärter, 19 Jahre, bei Studienbeginn.

Gesetzeswert und Zahlbetrag: Beide Werte beruhen auf dem Stand 1. März 2024, und die Gesetzestabelle steht am 31. Oktober 2026 unverändert im Gesetz. Weil der Bund derzeit Abschläge auf eine noch nicht beschlossene Anpassung zahlt, liegt dein Zahlbetrag darüber. Die Zollverwaltung nennt für den gehobenen Dienst vorläufig 1.846,85 Euro, unter Vorbehalt einer späteren gesetzlichen Regelung und ohne Gewähr. Das Gesetz unterscheidet beim Grundbetrag nur nach Laufbahn. Zur Orientierung bietet das Bundesverwaltungsamt einen Bezügerechner an.

Hinzu kommen je nach Lage Familienzuschlag und vermögenswirksame Leistungen. Die Polizeizulage erhältst du unter den gleichen Voraussetzungen wie Polizeivollzugsbeamte, und das Gesetz nennt dafür 95 Euro nach einem und 228 Euro nach zwei Jahren Dienstzeit. Wie der Bund im Vergleich zu den Ländern zahlt, steht unter Gehalt in der Polizei-Ausbildung.

Bei Krankheit greift die Heilfürsorge der Bundespolizei. Anwärter müssen sich dafür in polizeiärztliche Behandlung begeben.

Die Rückzahlungsauflage: fünf Jahre Bindung an den Bund

Wer im Vorbereitungsdienst studiert, bekommt den Anwärtergrundbetrag und gegebenenfalls den Anwärtererhöhungsbetrag nach der Verwaltungsvorschrift des Bundes unter drei Auflagen:

  • Du beendest die Ausbildung nicht aus selbst zu vertretenden Gründen vorzeitig.
  • Du beantragst rechtzeitig die Übernahme ins Beamtenverhältnis auf Probe oder nimmst ein angebotenes Amt an.
  • Du verlässt den öffentlichen Dienst des Bundes in den ersten fünf Dienstjahren nicht aus selbst zu vertretenden Gründen.
💡 Tipp: Lass dir das Schreiben mit den Auflagen vor der Einstellung zeigen. Die Verwaltungsvorschrift verlangt ein solches Schreiben und die frühzeitige Unterrichtung der Bewerber.

Verletzt du eine Auflage, zahlst du die Anwärterbezüge brutto zurück, soweit sie 650 Euro im Monat übersteigen. Die Vorschrift nennt dabei den Anwärtergrundbetrag und gegebenenfalls den Anwärtererhöhungsbetrag. Zahlt der Bund derzeit mehr als den Gesetzeswert, kann die Rückforderung höher ausfallen.

Zwei Modellrechnungen mit dem Gesetzeswert von 1.744,22 Euro zeigen die Größenordnung. Brichst du nach zwölf Monaten ohne Verzichtsfall ab, sind es zwölfmal die 1.094,22 Euro über der Grenze, also rund 13.100 Euro brutto. Verlässt du den Bund nach dem Studium und zwei vollen Dienstjahren auf eigenen Wunsch, sinkt der Ausgangsbetrag von rund 39.400 Euro um zwei Fünftel auf rund 23.600 Euro brutto.

Verzicht: Auf die Rückforderung soll die Behörde unter anderem verzichten, wenn du innerhalb der ersten sechs Monate abbrichst. Das gilt unter Bedingungen auch beim unmittelbaren Wechsel in eine Ausbildung oder hauptberufliche Tätigkeit im Bundesdienst und wenn du einer Entlassung aus nicht zu vertretenden Gründen zuvorkommst.

Nach dem Diplom: Polizeikommissar in A 9

Ohne anerkannte Erfahrungszeiten beginnst du als Polizeikommissarin oder Polizeikommissar im Eingangsamt A 9 in Erfahrungsstufe 1. Das Rundschreiben von Bundesinnen- und Bundesfinanzministerium nennt dort ab Mai 2026 3.551,63 Euro brutto im Monat und nach zwei Jahren in Stufe 2 dann 3.660,77 Euro, jeweils plus einen kleinen Erhöhungsbetrag, als Abschlag unter Vorbehalt gezahlt, weil das Gesetz noch aussteht. Im Gesetz selbst stehen mit Stand 1. März 2024 weiter 3.354,26 und 3.457,34 Euro, laut Anlage IV jeweils zuzüglich 10,97 Euro; mehr dazu steht in der Besoldungstabelle Bundespolizei und in der Übersicht zum Gehalt bei der Bundespolizei.

Deinen Dienst trittst du bundesweit an: Die Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2025 begannen unter anderem an Landgrenzen, Flughäfen und Bahnhöfen. Vor der Ernennung auf Lebenszeit liegt eine Probezeit von grundsätzlich drei Jahren mit Einsatz in mindestens zwei Verwendungsbereichen. Lena könnte bei einem Start im Herbst 2030 also ohne Anrechnung frühestens 2033 Beamtin auf Lebenszeit werden.

Nach dem Einstieg ermittelst du, gehst auf Streife und kontrollierst, bearbeitest Vorgänge oder übernimmst erste Führungsaufgaben. Mit Fortbildungen kannst du später eine Dienstgruppe oder einen Einsatzzug übernehmen oder bei Eignung zu Flugdienst, Bundespolizei See und GSG 9 wechseln. Für den höheren Dienst gibt es den zweijährigen Masterstudiengang „Öffentliche Verwaltung – Polizeimanagement“ mit Studienorten in Lübeck, Wiesbaden und Münster.

Studium oder mittlerer Dienst mit Aufstieg?

In den gehobenen Dienst führt auch der Aufstieg bei der Polizei aus dem mittleren Dienst. Dafür brauchst du ein bestandenes Auswahlverfahren, das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit und drei Jahre Bewährung seit der ersten Ernennung. Außerdem musst du jünger als 50 sein.

Polizeimeister Tim, 28, erfüllt diese Punkte und studiert in der Regel zwei Jahre und zwei Monate. Basisausbildung, praxisbezogene Lehrveranstaltung I und praktische Verwendung I entfallen für ihn. Ab Hauptstudium I läuft er im Verlauf der Direkteinsteiger mit.

Wer noch schwankt, kann sich laut FAQ der Bundespolizei gleichzeitig für den mittleren und den gehobenen Dienst bewerben.

Dienstunfähig in der Probezeit: oft kein Ruhegehalt

Auf Probe setzt ein Ruhegehalt in der Regel fünf Jahre Dienstzeit voraus, außer die Dienstunfähigkeit geht ohne grobes Verschulden auf eine Schädigung im Dienst zurück. Im Studium bist du Beamtin oder Beamter auf Widerruf, und die Ruhestandsregel für Probebeamte in § 49 BBG nennt diese Gruppe nicht. Kostenlose Erstinformation anfordern:

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Häufige Fragen zum Bundespolizei Studium

Wie lange dauert das Bundespolizei Studium?

Es dauert drei Jahre, also 36 Monate, je zur Hälfte Fachstudium und berufspraktische Zeiten.

Ist der Abschluss ein Diplom oder ein Bachelor?

Es ist ein Diplom. Du erhältst den Grad Diplom-Verwaltungswirtin oder Diplom-Verwaltungswirt (FH).

Brauche ich Abitur?

Es genügt auch die Fachhochschulreife mit bundesweiter Studienberechtigung. Das Zeugnis darf noch ausstehen, wenn es in Kürze vorliegt.

Gibt es einen Numerus clausus?

Einen festen Schnitt nennt die Bundespolizei nicht, sondern Mindestnoten: Deutsch und Englisch ausreichend, Sport befriedigend. Über die Einstellung entscheidet die Rangfolge aus dem Auswahlverfahren. Bei sehr vielen geeigneten Bewerbungen kann die Akademie die Teilnehmerzahl begrenzen und dann vor allem auf die Zeugnisnoten schauen.

Bis zu welchem Alter kann ich mich bewerben?

In der Regel musst du am Einstellungstag jünger als 34 Jahre sein. Familienzeiten und Ausnahmen des Bundespolizeipräsidiums reichen bis unter 42 Jahre.

Gibt es eine Mindestgröße?

Nein. Die FAQ der Bundespolizei verneint eine Mindestkörpergröße und stellt auf körperliche und psychische Gesundheit ab.

Wo findet das Bundespolizei Studium statt?

Grund- und Hauptstudium laufen in Brühl und Lübeck, die Praxisphasen an Aus- und Fortbildungszentren und in Dienststellen der Bundespolizei. Außer im Grundstudium bekommst du eine kostenfreie Unterkunft auf dem Gelände der Bundespolizei. Für Verheiratete mit eigenem Hausstand gelten Ausnahmen.

Kann ich mir den Ort aussuchen?

Grund- und Hauptstudium liegen fest in Brühl und Lübeck. Beim Ausbildungsort achtet die Bundespolizei nach eigener Angabe soweit möglich auf soziale Gesichtspunkte.

Was verdiene ich im Studium?

Das Gesetz nennt mit Stand 1. März 2024 einen Anwärtergrundbetrag von 1.744,22 Euro im Monat. Weil der Bund derzeit Abschläge auf eine noch nicht beschlossene Anpassung zahlt, liegt dein Zahlbetrag darüber. Die Zollverwaltung nennt für den gehobenen Dienst vorläufig 1.846,85 Euro.

Kann ich mich nach einer Absage erneut bewerben?

Ja, je Einstellungsjahr ohne Wartezeit. Für Wiederbewerber gilt bei der Zulassung ein strengerer Maßstab. Nach einem Ausschluss wegen einer längerfristigen gesundheitlichen Einschränkung hält die Bundespolizei das nicht für sinnvoll.

Muss ich Bezüge zurückzahlen, wenn ich abbreche?

Das droht, wenn du aus selbst zu vertretenden Gründen abbrichst. Bei einem Abbruch in den ersten sechs Monaten soll die Behörde darauf verzichten.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Rechtsstand geprüft: 31. Oktober 2026. Dieser Text ist eine allgemeine Information und keine Rechtsauskunft im Einzelfall.

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